DÖJ und FICE Austria warnen: Rückwärtsgewandte Begriffe wie „Erziehungsanstalten“ gefährden Vertrauen in die Jugendhilfe!

Österreich (OTS) – Mit deutlicher Sorge reagieren der Dachverband
Österreichischer
Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen (DÖJ) und FICE Austria auf die
jüngsten Äußerungen der Familienministerin zur Unterbringung von
Jugendlichen in „ Erziehungsanstalten “.

„Dieser Begriff ist historisch belastet und steht für Gewalt,
Missbrauch und Unterdrückung – nicht für die Unterstützung, die
Kinder und Jugendliche heute benötigen“, erklärt DÖJ-Geschäftsführer
Löffler. „Gerade angesichts der Veröffentlichung neuer Missstände in
der Kinder- und Jugendhilfe braucht es Sprache und Konzepte, die
Vertrauen schaffen.“

Die Dachorganisationen zur Jugendhilfe weisen darauf hin, dass
anstelle einer Rückkehr zu überholten Begrifflichkeiten vor allem
mehr Ressourcen für Prävention und qualifizierte Betreuung
erforderlich sind. Entsprechende Vorschläge zur Verbesserung der
Jugendhilfe haben DÖJ und FICE Austria erst kürzlich im
Bundeskanzleramt im Rahmen ihrer Position zu freiheitsbeschränkenden
Maßnahmen vorgelegt.

DÖJ und FICE Austria laden BM Claudia Plakolm und ihr Ressort
ausdrücklich ein, die begonnenen Diskussionen gemeinsam mit
Fachkräften und Trägern weiterzuführen . Ziel müsse es sein,
tragfähige Lösungen zu entwickeln, die die Kinder- und Jugendhilfe
zukunftsfähig machen.

Hubert Löffler, GF DÖJ
Christian Posch, FICE AUSTRIA