München (OTS) – Tahsim Durgun begeistert auf Social Media
Hunderttausende Follower
mit seinen klugen, humorvollen und sehr persönlichen Beobachtungen
des deutschen Alltags. 2024 wurde der Oldenburger für seine Arbeit
mit dem Grimme-Publikumspreis, dem Blauen Panther sowie dem „Creator
of the Year“-Award ausgezeichnet. Sein Buchdebüt „Mama, bitte lern
Deutsch“ stand zwölf Wochen lang auf Platz eins der SPIEGEL-
Bestsellerliste und ist dort seit 51 Wochen unter den Top 10. Nun
wird das Buch von Constantin Film verfilmt.
Regie führt Hüseyin Tabak, der auch „Strafe“ nach Ferdinand von
Schirach, „Oscars Kleid“ und „4 Blocks Zero“ inszenierte. Das
Drehbuch stammt von Jan Berger in Zusammenarbeit mit Tahsim Durgun.
Produzentin ist Nurhan Sekerci-Porst, die seit Jahren für
gesellschaftlich relevante und publikumsnahe Stoffe steht. Mit der
Verfilmung von „Mama, bitte lern Deutsch“ bringt Constantin Film eine
zutiefst persönliche Familiengeschichte auf die Leinwand, die für
viele Menschen in Deutschland eine gemeinsame Erfahrung spiegelt –
und weit darüber hinaus berührt.
Tahsim Durgun: „Ich fühle mich mehr als geehrt, dass mein erstes
Buch von Constantin Film verfilmt wird. Mit Nurhan Sekerci-Porst,
Hüseyin Tabak und Jan Berger sind genau die richtigen Menschen für
diesen Stoff an Bord. Dass diese Geschichte jetzt ihren Weg ins
deutsche Kino findet, hätte ich mir nie träumen lassen.“
Nurhan Sekerci-Porst: „Wir leben in einer Zeit, in der Fragen von
Zugehörigkeit, Identität, Zusammenhalt und Heimat viele Menschen
bewegen. Für mich steht ‚Mama, bitte lern Deutsch‘ exemplarisch für
Geschichten, die unsere Gegenwart spiegeln und uns als Gesellschaft
miteinander ins Gespräch bringen. Genau deshalb gehört dieser Film
ins Kino.“
Tahsim Durgun hat Deutsch und Geschichte auf Lehramt studiert und
ist heute Comedian und Bestsellerautor. Zunächst erlangte er durch
Social Media Bekanntheit, wo er gesellschaftliche Debatten mit Humor
und scharfem Blick kommentiert – etwa indem er die Grammatik rechter
Hasskommentare korrigiert oder seine Mutter fragt, ob sie die AfD
mag. In seinem Buch „Mama, bitte lern Deutsch“ (Knaur Verlag) erzählt
er mit viel Gefühl und trockenem Humor vom Aufwachsen zwischen
Sprachen, Erwartungen und Zugehörigkeit in einem Land, das sich noch
immer mit seiner Einwanderungsgeschichte auseinandersetzt. Er und
seine Geschwister übernehmen früh Verantwortung, übersetzen für ihre
Mutter Supermarkt-Angebote oder entziffern Briefe von Behörden. Vor
dem Hintergrund seiner eigenen Lebensgeschichte in einer kurdisch-
deutschen Familie setzt sich Durgun kritisch mit deutscher Bürokratie
auseinander und zeigt zugleich tiefen Respekt für seine Mutter und
ihre Leistungen, die für die deutsche Gesellschaft oft unsichtbar
bleiben. Dabei verbindet die Geschichte große emotionale Nähe mit
einem liebevollen Blick auf familiären Zusammenhalt.
Die Dreharbeiten sind für dieses Jahr geplant; die Besetzung wird
zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.