Wien (OTS) – „Der Irankrieg darf nicht zum Anlass genommen werden, um
die Preise
an den Zapfsäulen und für Gas kurzfristig anzuheben“, betont Tobias
Schweitzer, AK Wirtschafts-Bereichsleiter. Energieunternehmen
beschaffen ihre Energie langfristig. Die Gasspeicher sind derzeit zu
mehr als einem Drittel gefüllt – mit Mengen, die noch zu Preisen vor
Kriegsausbruch eingekauft wurden. Kurzfristige Preissprünge wären
daher sachlich nicht gerechtfertigt. Höhere Energiepreise verteuern
auch Transport, Produktion und Dienstleistungen. Die Bundesregierung
muss rasch handeln und sicherstellen, dass Preissteigerungen nicht
unmittelbar an die Konsument:innen weitergegeben werden.
Steigende Energiepreise würden nicht nur die Haushalte treffen,
sondern hätten massive Folgewirkungen für alle Konsument:innen – vom
teureren Einkauf bis zu höheren Kosten in der Gastronomie und im
Tourismus. Die Inflation würde weiter angeheizt.
Die AK verlangt, dass Bundesminister Wolfgang Hattmannsdorfer
umgehend den Energielenkungsbeirat einberuft und die bereits
arbeitende Preiskommission mit der aktuellen Situation befasst.
Zugleich ruft die AK die Energieunternehmen zu größtmöglicher
Preiszurückhaltung auf. Um die Haushalte und Wirtschaft vor einer
neuen Teuerungswelle zu schützen, muss der Wirtschaftsminister auch
Preiseingriffe prüfen.