Haarentfernung

50 Millionen Euro für die Sicherung der Industrie-Versorgung in der Obersteiermark

Graz, Bruck/Mur – St. Michael/Traboch (OTS) – Mit dem Groß-Projekt
setzen die Energienetze Steiermark ein
Tochterunternehmen der Energie Steiermark einen wichtigen Schritt für
die sichere und zukunftsorientierte Gasversorgung im obersteirischen
Wirtschaftsraum. Die neue Leitung zwischen Bruck/Mur und St.
Michael/Traboch wird als H₂-ready-Gasleitung errichtet und ist damit
bereits heute für den Transport von bis zu 100 Prozent Wasserstoff
ausgelegt, kann künftig, aber auch weitere erneuerbare Gase wie
Biomethan oder synthetisches Methan transportieren. Mit einer
Investitionssumme von rund 50 Millionen Euro zählt das Projekt zu den
bedeutendsten Infrastrukturvorhaben im steirischen Gasnetz.

„Mit diesem Projekt investieren wir gezielt in die
Versorgungssicherheit und die Wettbewerbsfähigkeit der Region. Die
neue Leitung wird bereits heute wasserstofftauglich errichtet und
schafft damit die Grundlage für künftige Anwendungen. Sie ist ein
wichtiger Baustein für die Weiterentwicklung einer modernen,
leistungsfähigen Energieinfrastruktur und die langfristige Stärkung
des Wirtschaftsraums Steiermark“, Martin Graf und Werner Ressi,
Vorstandsteam der Energie Steiermark.

Der Bau der neuen Leitung erfolgt unter anspruchsvollen
topografischen Bedingungen. Entlang der Trasse sind insgesamt rund
4.300 Höhenmeter zu bewältigen, etwa ein Drittel der Strecke verläuft
durch steile Hanglagen mit Neigungen von bis zu 40 Prozent, in
einzelnen Abschnitten sogar bis zu 55 Prozent. Höchste technische
Präzision erfordern die zahlreichen Gewässer, Bahnlinien und
Verkehrswege, die gequert werden. Ein besonderes Schlüsselstück des
Projekts ist die Unterquerung der Mur: Mittels Horizontalspülbohrung
wird die Leitung auf einer Länge von rund 380 Metern etwa 20 Meter
unterhalb der Flusssohle verlegt und kann so ohne Eingriffe in die
Oberfläche sicher passieren.

Für die Errichtung der Pipeline sind insgesamt rund 2.400
Schweißnähte erforderlich, die unter höchsten Qualitäts- und
Sicherheitsstandards ausgeführt und geprüft werden. Die
Fertigstellung der Bauarbeiten der rund 26,5 Kilometer langen Leitung
sind für Ende 2026 vorgesehen. Die Inbetriebnahme soll unmittelbar
danach erfolgen. Seit dem Baustart im Jahr 2025 konnten bereits rund
80% Rohrleitung verlegt und verschweißt werden. Auch ein großer Teil
der Oberflächenwiederherstellung ist bereits abgeschlossen. Dabei
werden die in Anspruch genommenen Flächen rekultiviert und in ihren
ursprünglichen Zustand zurückgeführt.

„Für eine sichere Energieversorgung der Zukunft braucht es nicht
nur erneuerbare Erzeugung, sondern auch die passende Infrastruktur.
Erneuerbare Gase werden eine zentrale Rolle spielen, insbesondere in
den Wintermonaten, wenn die Stromerzeugung aus Photovoltaik und
Wasserkraft geringer ausfällt. Mit dem Projekt schaffen wir schon
heute die Voraussetzungen, um diese Energieträger künftig zuverlässig
und effizient zu transportieren und die Versorgung langfristig
abzusichern“, betonen Martin Graf und Werner Ressi.

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