Haarentfernung

Hilfswerk zum Welt-Alzheimertag: Wie die Betreuung betroffener Angehöriger trotz räumlicher Distanz gelingt.

Wien (OTS) – Anlässlich des Welt-Alzheimertages , am 21. September ,
erinnert das
Hilfswerk an die großen Herausforderungen für pflegende und sorgende
Angehörige, deren Familienmitglieder mit der Diagnose Demenz leben.
„Ältere Menschen wollen möglichst lange zu Hause leben , das gilt
auch für Personen mit einer demenziellen Erkrankung wie Alzheimer“,
sagt Othmar Karas, Präsident des Hilfswerk Österreich . „Gerade im
Falle einer Demenz ist die vertraute Umgebung wichtig. Im
fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung mag es für manche Betroffene
sinnvoll sein, in eine Einrichtung zu übersiedeln, die auf die
Betreuung von Menschen mit Demenz spezialisiert ist. Aber in vielen
Fällen ist auch ein Leben zu Hause noch möglich, sogar wenn die
Angehörigen nicht vor Ort sind“, weiß Karas aus der Praxis des
Hilfswerks. Obwohl rund 300.000 Angehörige in Österreich nicht in
direkter Nähe leben, kümmern sie sich um Familienmitglieder mit
Unterstützungsbedarf.

Zwtl.: Was die Politik für eine Verbesserung der Lage tun muss

Eine demenzielle Erkrankung ist für Betroffene und Angehörige
eine vielschichtige Herausforderung. Wenn man nicht in räumlicher
Nähe lebt, gilt dies umso mehr. Eine von Alzheimer betroffene Person
kann gerade zu Beginn der Erkrankung noch gut zu Hause leben, wenn
man spezifische Vorkehrungen trifft und entsprechende
Betreuungsarrangements schafft. Sicherheitsmaßnahmen wie
beispielsweise selbstabschaltende Herde oder Notrufsysteme mit
Trackingfunktionen können hilfreich sein. Auch die Einbindung
besonderer Vertrauenspersonen vor Ort, von Selbsthilfeinitiativen ,
von Besuchs- und Begleitdiensten sowie, wenn notwendig, mobilen
Betreuungs- und Pflegediensten kann Probleme lösen. In vielen Fällen
ist mit fortschreitender Symptomatik jedoch die 24-Stunden-Betreuung
meist die einzige Chance , trotz demenzieller Einschränkungen ohne
Angehörige vor Ort im eigenen Haushalt zu leben.

„Und hier hat die Politik gut zu tun“, meint Hilfswerk-Präsident
Karas. „ Man trägt die Stärkung der Pflege und Betreuung zu Hause
zwar gerne in Sonntagsreden und bei Anlässen wie dem Welt-
Alzheimertag vor sich her, aber tatsächlich geschehen ist bisher
wenig “, kritisiert Karas. Bund und Länder seien gefordert, die
Leistbarkeit von Diensten, die zu Hause helfen, zu verbessern. Dazu
gehören laut Hilfswerk Besuchs- und Begleitdienste ebenso wie
Heimhilfe und Hauskrankenpflege . Aber auch wertvolle
Selbsthilfeinitiativen wie beispielsweise Promenz müssten besser
unterstützt werden.

Ein besonders kärgliches Förderdasein fristet die 24-Stunden-
Betreuung . „ Die staatliche Förderung der 24-Stunden-Betreuung hat
sich über die Jahre massiv entwertet und wurde nie ausreichend
angepasst, geschweige denn ernsthaft verbessert. Und die
Einkommensgrenze, die darüber entscheidet, ob man überhaupt Zugang
zur Förderung bekommt oder nicht, ist seit 2007 nicht nachgezogen
worden. Das ist eigentlich ein Skandal. Hier lässt man die Menschen
einfach hängen. Gerade jene mit demenziellen Erkrankungen und deren
Angehörige brauchen dringend bessere und leistbare Unterstützung “,
fordert Karas.

Über das Hilfswerk Österreich

Das Hilfswerk Österreich ist mit seinen Landes- und Teilverbänden
einer der größten gemeinnützigen Anbieter gesundheitlicher, sozialer
und familiärer Dienste in Österreich. Als Arbeitgeber von rund 7.000
Pflegefachkräften und Betreuungskräften pflegt und betreut das
Hilfswerk laufend mehr als 31.000 ältere und chronisch kranke
Menschen. Damit ist das Hilfswerk in Österreich die Nr. 1 in der
Pflege zu Hause. Zudem ist das Hilfswerk als Träger stationärer
Einrichtungen für zwanzig Seniorenpensionen/-heime, 21 geriatrische
Tages(struktur)zentren sowie 82 Einrichtungen des Betreuten Wohnens
zuständig.

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