Voglauer/Grüne: Bundesregierung darf Volksgruppen beim Budget nicht im Stich lassen

Wien (OTS) – „2026 begehen wir nicht nur 50 Jahre Volksgruppengesetz,
sondern
machen die sechs österreichischen Volksgruppen mit einer ganzjährigen
Ausstellung dauerhaft im Parlament sichtbar – ein historischer Moment
der Sichtbarmachung und Wertschätzung. Beides gemeinsam rückt die
autochthonen Volksgruppen ins Zentrum der parlamentarischen
Öffentlichkeit“, sagt Olga Voglauer, Volksgruppensprecherin der
Grünen, anlässlich der heutigen Eröffnung der Ausstellung „Wir sind
Demokratie“ im Parlament.

„Die Ausstellung macht deutlich, welchen zentralen Beitrag die
Volksgruppen seit Jahrzehnten für Demokratie, Vielfalt und
gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten. Diese Leistungen werden mit
der Ausstellung im Zentrum der österreichischen Demokratie endlich
angemessen gewürdigt“, sagt Voglauer und betont: „Doch Sichtbarkeit
allein reicht nicht. Das österreichische Parlament geht mit Vorbild
voran. Nun muss auch die Bundesregierung dieses Zeitfenster nutzen,
um konkrete Fortschritte bei der zweisprachigen Bildung und
Betreuung, bei der rechtlichen Absicherung und bei der finanziellen
Ausstattung der Volksgruppen zu erreichen.“

In diesem Zusammenhang kritisiert Voglauer die
Budgetentscheidungen der Bundesregierung aus ÖVP, SPÖ und NEOS: „Wer
Volksgruppen im Parlament feiert, darf sie beim Budget nicht im Stich
lassen. Dass Ministerin Plakolm die Förderung für 2026 auf 599.000
Euro zusammenstreicht, ist ein politisches Armutszeugnis und ein
Zeichen mangelnder Wertschätzung für die Arbeit der
Volksgruppenvereine.“ Dazu stellt Voglauer klar: „Es braucht eine
umfassende Reform des Volksgruppengesetzes, eine Förderung im
Einklang mit internationalen Menschenrechtsstandards und klare
politische Fortschritte: Vielfalt ist kein Kostenfaktor, sondern eine
Stärke dieses Landes. Wer das nicht versteht, vergibt historische
Chancen und gefährdet mühsam erkämpfte Errungenschaften.“