Zwtl.: Erste positive Signale
Nach den schwierigen letzten fünf Jahren beginnt sich die
wirtschaftliche Lage in Österreichs Gewerbe und Handwerk langsam zu
stabilisieren – so die jüngsten Konjunkturdaten der Bundessparte der
WK Österreich. Es scheint, als wäre die Talsohle durchschritten. Das
aktuelle Baubarometer der Hubexo Austria bestätigt diesen Trend, die
Geschäftslage in Österreichs Bauwirtschaft hat sich leicht
verbessert, die Prognosen zur Entwicklung in den nächsten Monaten
sind vorsichtig optimistisch.
Die heimische Wirtschaft steckt in einer anhaltenden Rezession.
Auch Österreichs Bauwirtschaft, über viele Jahrzehnte tragende Säule
des Wachstums, konnte sich der Abwärtsspirale nicht entziehen. Das
Baubarometer der Hubexo Austria spiegelt diese Entwicklung wider.
Nach einem Tiefststand im Jahr 2023 weist es aber wieder nach oben.
Über 1.060 Unternehmen aus dem Bauhaupt- und Baunebengewerbe, sowie
Planer und Architekten aus dem ganzen Bundesgebiet haben sich an der
aktuellen Umfrage, die die Aufwärtstendenz belegt, beteiligt.
Zwtl.: Die Talsohle ist durchschritten
Unter anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen ist Österreichs
Bauwirtschaft in das Jahr 2025 gestartet. Nach dem letzten massiven
Stimmungseinbruch im Jahr 2023 zeichnet sich aber ein stabiler
Aufwärtstrend ab. Zu Jahresmitte 2023 rechneten knapp über 66 Prozent
der befragten Unternehmen mit einer rückläufigen Gesamtentwicklung
der Bauwirtschaft in den nächsten zwölf Monaten, im Sommer 2024 waren
es 51 Prozent, aktuell sind es nur noch rund 33 Prozent. Die Zahl
jener, die von einer positiven Gesamtentwicklung ausgehen, ist seit
der letzten Befragung zu Jahresmitte um 10 Prozent, von 23 Prozent
auf 33,8 Prozent, gestiegen. Ebenfalls ein Drittel der Unternehmen
erwartet eine unveränderte, also leicht positive Entwicklung der
Bauwirtschaft bis zum Sommer 2026.
Zwtl.: Die Geschäftslage stabilisiert sich
Basis für diese vorsichtig optimistischen Prognosen ist die
aktuelle Geschäftslage in den Unternehmen, die sich weiter leicht
entspannt. Die Branche sah sich in den letzten fünf Jahren gleich mit
zwei massiven Dämpfern konfrontiert. Die Covid-Epidemie im Frühjahr
2020 machte dem bis dahin stabilen Wachstum ein abruptes Ende, führte
für mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen (56 Prozent) zu
einer Verschlechterung der Geschäftslage, die Zahl der florierenden
Betriebe ging auf 9 Prozent zurück. Nur zaghaft konnte sich
Geschäftslage in folgenden zwei Jahren erholen, um zu Jahresbeginn
2024 den nächsten Rückschlag zu verzeichnen. Im Jänner letzten Jahres
beurteilten 47 Prozent der Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage
als schlechter als noch vor sechs Monaten, nur 14 Prozent
registrierten eine sich verbessernden Geschäftslage. Seitdem zeigt
das Baubarometer auch bei diesem Indikator leicht nach oben. Zu
Jahresmitte 2024 sprachen schon 24 Prozent von einer Verbesserung,
aber immer noch 40 Prozent von einer weiteren Verschlechterung.
Aktuell, also im Sommer 2025, beurteilen 29 Prozent der befragten
Unternehmen ihre Geschäftslage im Vergleich zu den letzten sechs
Monate als besser, knapp über 30 Prozent – also um 10 Prozent weniger
– als schlechter. Für 40 Prozent ist sie unverändert. Es zeigen sich
erste positive Signale, die Lage in der heimischen Bauwirtschaft
stabilisiert sich.
Zwtl.: Auftragslage auf gutem Niveau
Die Talsohle scheint offensichtlich durchschritten, das belegen
auch die Auftragseingänge für die zweite Jahreshälfte 2025. Mehr als
zwei Drittel der Unternehmen (66,9 Prozent) spricht von einer „sehr
guten“, „guten“ oder zumindest „befriedigenden“ Auftragslage, das
entspricht in etwa den Zahlen der Umfrage vor einem Jahr, die bereits
ein positives Bild zeichneten. Zu Jahresmitte 2024 zeigten sich 63
Prozent durchwegs zufrieden mit der Auftragslage. Die Zahl jener,
denen es an Auftragseingängen für die zweite Jahreshälfte mangelt,
ging leicht zurück, von 37 Prozent in 2024 auf aktuell 32,9 Prozent.
Das sind immer noch knapp ein Drittel der Unternehmen, weist aber
darauf hin, dass der Abwärtstrend gestoppt ist.
Österreichs Bauwirtschaft stabilisiert sich auf niedrigem Niveau,
ein klarer Aufwärtstrend ist auf Grund der anhaltend herausfordernden
Rahmenbedingungen nicht absehbar. Es bleibt abzuwarten, inwieweit es
der Regierung gelingt durch geeignete Maßnahmen Impulse für die
Branche zu setzen.
Über Hubexo:
Hubexo bietet innovative Daten, Einblicke und Softwarelösungen für
die globale Bauindustrie. Hubexo wurde 1936 in Schweden gegründet und
ist spezialisiert auf Projektinformationen, digitale
Ausschreibungsplattformen, Produktinformationen, Marktinformationen
und Spezifikationen.
Mit Niederlassungen in mehr als 20 Ländern und 2’500
Mitarbeitenden hilft Hubexo seinen Kunden, effizienter zu verkaufen,
nachhaltig zu bauen und die Zukunft der Bauinnovation anzuführen.
Hubexo befindet sich im Besitz eines Private-Equity-Konsortiums
aus Stirling Square Capital Partners, TA Associates und Macquarie
Capital. Dario Aganovic wurde im Jahr 2022 zum CEO ernannt.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.hubexo.com