Gewerkschaft GPA zu Mahrer: Krisenabschluss in der Metallindustrie ist Branchenspezifikum

Wien. (OTS) – „Dass WKÖ-Präsident Mahrer den vernünftigen
Metaller-Abschluss jetzt
als Blaupause für andere Branchen wie den Handel sieht und uns das
medial ausrichtet, ist das Gegenteil einer funktionierenden
Sozialpartnerschaft. Wer weiß, ob dieser Abschluss zustande gekommen
wäre, wenn Mahrer sich eingemischt hätte“, sagt Barbara Teiber,
Vorsitzende der Gewerkschaft GPA. ++++

Mario Ferrari, Chefverhandler der Gewerkschaft GPA für die
Metallindustrie und den Handel, sagt: „Das Erfolgsrezept für den
Krisenabschluss in der Metallindustrie waren konstruktive Gespräche
am Verhandlungstisch. Was mit den Arbeitgebern der Metallindustrie
möglich war, ist für Mahrer offenbar weniger von Bedeutung als
mediales Einpeitschen.“

Teiber und Ferrari: „Der Krisenabschluss in der Metallindustrie
war ein Branchenspezifikum. Wir werden wie bisher in jedem
Wirtschaftsbereich die ökonomische Lage bewerten und auf Basis der
Benya-Formel Verhandlungen führen. Zurufe über Kollektivverträge, für
die es noch nicht einmal einen Verhandlungstermin gibt, sind einer
funktionierenden Sozialpartnerschaft abträglich. Die Unternehmer
sollten sich fragen, ob ihnen ihr WKÖ-Präsident damit wirklich einen
Dienst erweist.“