Kugler: Religionsfreiheit als zentraler Bestandteil glaubwürdiger Menschenrechtspolitik

Wien (OTS) – „Religionsfreiheit darf kein Thema sein, über das wir
einmal im Jahr
sprechen und dann wieder zur Tagesordnung übergehen. Wir müssen
lauter werden – im Parlament, in den Ausschüssen und in der
Öffentlichkeit“, betonte ÖVP-Menschenrechtssprecherin Gudrun Kugler.

Der kürzlich veröffentlichte Bericht der Stabstelle
„Internationaler Schutz verfolgter religiöser Minderheiten“ im
Bundeskanzleramt mache deutlich, dass die Lage in zahlreichen Staaten
höchst angespannt sei. Besonders betroffen seien Christen und andere
religiöse Minderheiten im Nahen Osten und in Teilen Asiens. „Ob in
Syrien, im Irak, im Iran, in Myanmar oder in Indien: Religiöse
Minderheiten geraten zunehmend unter Druck – durch Gewalt, staatliche
Repression, gesellschaftliche Diskriminierung, rechtliche
Einschränkungen und mangelnden Schutz durch staatliche
Institutionen“, so Kugler.

Um den Austausch über die internationale Lage der
Religionsfreiheit und den Schutz verfolgter religiöser Minderheiten
zu fördern, lud Kugler zu einem Runden Tisch ins Parlament ein. Im
Mittelpunkt stand der Dialog mit NGOs und zivilgesellschaftlichen
Akteuren, die sich in Österreich für Religionsfreiheit einsetzen.
Ziel war es, konkrete politische Anliegen zu sammeln und nächste
Schritte zu beraten. „Der Runde Tisch hat auch gezeigt, wie viel
Engagement und Fachwissen in den NGOs steckt“, so Kugler.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich einig:
Religionsfreiheit ist ein zentrales Menschenrecht, das in der
politischen Debatte mehr Gewicht erhalten muss. Themen waren unter
anderem die Zusammenarbeit mit der neuen EU-Sonderbeauftragten für
Religionsfreiheit, konkrete Fälle religiöser Verfolgung und die
doppelte Diskriminierung von Frauen aus christlichen Minderheiten.
Rund 388 Millionen Christinnen und Christen waren Anfang 2026
weltweit von Verfolgung und Diskriminierung betroffen.

„Mein ausdrücklicher Dank gilt der Stabstelle ‚Internationaler
Schutz verfolgter religiöser Minderheiten‘ im Bundeskanzleramt, die
mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag dazu leistet, die weltweite
Lage der Religionsfreiheit sichtbar zu machen, Österreichs Engagement
für verfolgte Christen und andere religiöse Minderheiten zu bündeln
und konkrete Hilfe zu ermöglichen. Der Schutz der Religionsfreiheit
ist ein wesentlicher Bestandteil einer glaubwürdigen
Menschenrechtspolitik“, so Kugler abschließend. (Schluss)