Wien (OTS) – Heute erfolgte für das laufende Jahr 2026 die
Entscheidung über die
Mittelvergabe des „Fonds Zukunft Österreich (FZÖ)“, der für die
ergänzende und insbesondere systemische Finanzierung von
Spitzenforschung im Grundlagen- und anwendungsorientierten Bereich
zentral ist. Grundlage dafür war die Schwerpunktsetzung der
Bundesregierung und die davon abgeleiteten Ausschreibungslinien: EU-
Partnerschaften, Seals of Excellence sowie
Schlüsseltechnologieinfrastrukturen und Ökosystemaufbau.
Die gesicherte Finanzierung des Fonds mit 140 Millionen Euro pro
Jahr ist bereits letztes Jahr ausgelaufen. Für 2026 stehen nur 75
Millionen Euro aus Erträgen des ERP-Fonds und der Österreichischen
Nationalbank zur Verfügung.
„Mit dem heutigen Beschluss zum „Fonds Zukunft Österreich“ für
2026 setzt die Bundesregierung eine wichtige systemische Initiative
zu Schwerpunkten wie Quantentechnologie, Cybersecurity und klinischer
Forschung,“ zeigt sich IV-Generalsekretär Christoph Neumayer erfreut.
„Wichtig ist aber auch, dass der Fonds gemäß Regierungsübereinkommen
bis 2030 nachhaltig gesichert und auf 200 Millionen Euro ausgebaut
wird.“
Quantenökosystem, EU-Partnerschaften und -Projekte, klinische
Forschung
Mit dem FZÖ wird dieses Jahr, wie auch mit zahlreichen Maßnahmen
der Industriestrategie und dem FTI-Pakt, ein Fokus auf strategische
Schlüsseltechnologien und Zukunftsthemen gelegt. Im Zentrum des FZÖ
steht mit 30 Millionen Euro der Aufbau eines Quantenclusters zur
Bündelung österreichischer Stärkefelder in Quantentechnologien und
Photonik, in dem Spitzenforschung, Industrie, Start-ups und Talente
langfristig strategisch vernetzt und international sichtbar gemacht
werden sollen. „Der agenturübergreifende Aufbau des Austrian Quantum
Clusters zeigt deutlich die systemische Relevanz des ergänzenden
Forschungsförderungsinstruments Fonds Zukunft Österreich“, ist
Neumayer überzeugt. Des Weiteren werden über den FZÖ 2026
Beteiligungen an EU-Partnerschaften über Ko-Finanzierungen, etwa in
den Bereichen Quanten, Cybersecurity, Umwelt/Klimaschutz und
Rohstoffe und der Aufbau eines Ökosystems für klinische Forschung
gefördert. Ebenso werden Mittel für exzellent evaluierte, aber aus
Budgetmangel im EIC und ERC abgelehnte EU-Schlüsseltechnologie-
Projekte eingesetzt.
Neben Fokus auch ergänzende themenoffene Formate sichern
„Wichtig ist, ergänzend zur wichtigen Fokussierung auf
Schlüsseltechnologien, in der FTI-Politik auch themenoffene Ansätze
und Formate, wie die FFG-Basisprogramme, klar weiterzuführen und für
alle Unternehmen zugänglich zu halten,“ betont Neumayer. Diese
ermöglichen forschungsaktiven Unternehmen Flexibilität für das
frühzeitige Aufgreifen neuer Entwicklungen und Technologietrends und
bieten die Möglichkeit des raschen und umsetzungsnahen Reagierens auf
sich verändernde Märkte.