Grüne Wien/Pühringer, Prack: „Wien muss Airbnb & Co. endlich einen Riegel vorschieben“

Wien (OTS) – Skeptisch äußern sich die Grünen zu den Ankündigungen
von
Bürgermeister Ludwig zur Kurzzeitvermietung: „Wohnungen sind zum
Wohnen da. Die Stadtregierung muss den Wohnungsraub stoppen und
unmissverständlich klarstellen, dass Wohnungen keine Hotels sind. Mit
der Umwandlung von Wohnungen und ganzen Wohnhäusern in
Beherbergungsstätten versuchen Spekulant:innen, geltende Regelungen
zu umgehen. Dass Bürgermeister Immobilien-Spekulant:innen weiterhin
einen Freibrief für 20 Prozent der Wohnfläche geben will, ist mutlos
und verkennt den Ernst der Lage. Die Stadt muss diesem Vorgehen
umgehend einen Riegel vorschieben, bevor noch mehr Wohnungen für
immer verloren gehen“, so Judith Pühringer, Parteivorsitzende der
Wiener Grünen. Die Grünen fordern eine gesetzliche Neuregelung, die
klarstellt, dass Wohnungen keine Hotelzimmer sind – auch in Wohnzonen
soll es keine Ausnahmebewilligungen mehr geben.

Die angekündigte Registrierungspflicht sehen die Grünen zwar
positiv, kritisieren aber die späte Umsetzung. „Die Ankündigung einer
Maßnahme, die längst umgesetzt sein könnte, stoppt den Wohnraub
nicht. Die EU-Verordnung zur Kurzzeitvermietung ermöglicht die
Registrierungspflicht, Wien ist bei der Umsetzung aber säumig“, so
der Grüne Wohnbausprecher, Georg Prack. „Wien lässt den Wohnungsraub
durch Airbnb & Co. munter weiterlaufen. Mindestens 14.000 Wohnungen
werden dauerhaft als Tourismusappartements betrieben, das sind mehr
Wohnungen, als es in der gesamten Josefstadt gibt“, so Prack
abschließend.