Haarentfernung

80. NÖ Bauernbundwallfahrt als Kraftort und Auftrag für die Zukunft

Mariazell (OTS) – Unter dem Motto „Glauben leben – Hoffnung säen“ hat
der NÖ Bauernbund
am Samstag, 19. September und Sonntag, 20. September 2026, das
Versprechen von Leopold Figl und Josef Reither zum 80. Mal eingelöst.

Zwtl.: Pröll: „ Was uns verbindet, müssen wir weitergeben, was uns
anvertraut ist, müssen wir bewahren“

Auf diesen Ursprung der Wallfahrt und die damit verbundenen Werte
ging Landeshauptmann a.D. Erwin Pröll in seiner Wallfahreransprache
ein. Er forderte dazu auf, die Demokratie und Freiheit nicht als
selbstverständlich anzusehen, noch mehr, sie sogar zu verteidigen.
„Demokratie braucht eine Kultur der Freiheit, in der nicht jeder
Streit zur Spaltung wird“, warnte Pröll angesichts des zunehmend
raueren Umgangstons in Politik und Gesellschaft. Ebenso sei die
Freiheit, in der wir als Österreicher leben, auch mit Rechten und
Pflichten verbunden, so Pröll. Eine besondere Verpflichtung ist der
zunehmend schwindende Vertrag zwischen den Generationen. „Was uns
verbindet, müssen wir bewahren. Was uns anvertraut ist, müssen wir
weitergeben“, erinnerte Pröll die Wallfahrer, dass in Eigentum und
Besitz sowie der Ausübung von gesellschaftlichen und politischen
Ämtern und Funktionen eine große Verantwortung der nächsten
Generation gegenüber besteht.

Zwtl.: Mariazell als Kraftort des Bauernbundes

„Seit 80 Jahren ist diese Wallfahrt ein sichtbares Bekenntnis zu
unserem Glauben, unseren Werten und zum Erbe von Leopold Figl und
Josef Reither. Seit Generationen pilgern Niederösterreichs Bäuerinnen
und Bauern nach Mariazell, um Kraft, Hoffnung und Zuversicht für die
kommenden Herausforderungen zu schöpfen. Das ist in einem Jahr wie
diesem besonders wichtig“, bekräftigten NÖ Bauernbundobmann LH-Stv.
Stephan Pernkopf und Direktor Paul Nemecek, dass die jährliche
Wallfahrt ein Fixpunkt im Jahreskreis des NÖ Bauernbundes ist.

Zwtl.: Landjugend und Bäuerinnen machen Wallfahrt zum Erlebnis für
die ganze Familie

Gestartet wurde bereits am Samstag mit einer Fußwallfahrt der
Landjugend Niederösterreich mit rund 200 Jugendlichen und der
stimmungsvollen Lichterprozession durch den Wallfahrtsort. Das
Pontifikalamt am Sonntag zelebrierte der St. Pöltner Diözesanbischof
Alois Schwarz, der Bäuerinnenchor aus dem Bezirk Zistersdorf sorgte
gemeinsam mit dem Dobermannsdorfer Bläserquartett für die
Messgestaltung. Die Agape mit Kinderprogramm organisierten die
Bäuerinnen aus dem Bezirk Gänserndorf und die Landjugend St. Veit an
der Gölsen, umrahmt durch ein Platzkonzert der Blasmusikkapelle
Göllersdorf. Im Rahmen der Jubiläumswallfahrt wurden langjährige
Wallfahrerinnen und Wallfahrer ab ihrer 30. Teilnahme geehrt.
Darunter befand sich auch ein Teilnehmer aus dem Bezirk Korneuburg,
der bereits bei der ersten NÖ Bauernbundwallfahrt 1947 in Mariazell
mit dabei war.

Zwtl.: Wurzeln der Wallfahrt

Die Geschichte der NÖ Bauernbundwallfahrt nach Mariazell geht auf
ein Gelöbnis von Leopold Figl und Josef Reither zurück. Während ihrer
Gefangenschaft im KZ Dachau schworen die beiden Bauernbundpolitiker
in der Hoffnung, dass Österreich wieder Freiheit und
Selbstständigkeit erlangen werde, zum Dank jedes Jahr
Niederösterreichs Bauern in einer Wallfahrt nach Mariazell zu führen.
Erstmals einlösen konnten Leopold Figl, damals Bundeskanzler, und
Landeshauptmann Josef Reither ihr Gelöbnis im Jahr 1947 .

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