Wohlfühlfaktor Pool im eigenen Garten: Vorsorgendes Wassermanagement und Verantwortung für unsere Zukunft

Wien (OTS) – Sommer mit extremen Hitzephasen sind längst keine
Seltenheit mehr.
Wer sich bei tropischen Temperaturen abkühlen möchte, muss dafür
nicht ans Meer reisen. Auch in Österreich verbringen immer mehr
Menschen ihren Sommer im eigenen Garten – und genießen den Pool als
Ort der Erholung, Bewegung und des gemeinsamen Erlebens. Damit
privates Badevergnügen und verantwortungsvoller Umgang mit Wasser
zusammenpassen, braucht es vorausschauendes Wassermanagement. Denn
auch wenn Österreich grundsätzlich zu den wasserreichen Ländern
zählt, können lokal Versorgungsspitzen entstehen – etwa dann, wenn
viele Pools gleichzeitig gereinigt und befüllt werden. Genau hier
setzt der digitale Poolfüllkalender des Österreichischen Verbands der
Schwimmbadwirtschaft, ÖVS, an.

Erst die Fakten, dann das Badevergnügen

Der ÖVS setzt sich mit der Frage auseinander, welche Rolle
private Poolnutzung im Gesamtzusammenhang des Wasserverbrauchs
spielt. „Wir sehen unsere Aufgabe darin, die Bevölkerung sachlich zu
informieren und für einen gewissenhaften Umgang mit Wasser zu
sensibilisieren“, betont Wolfgang Grabner , Präsident des in der
Wirtschaftskammer Österreich angesiedelten Verbandes. „Österreich
verfügt grundsätzlich über ausreichend Wasser. Entscheidend ist, wie
wir mit dieser Ressource umgehen – besonders bei Hitzeperioden und
regionalen Verbrauchsspitzen.“

Die Studie „Wasserschatz Österreichs“ des
Landwirtschaftsministeriums (BMLUK) zeigt: Der gesamte jährliche
Wasserbedarf Österreichs liegt bei rund 3,1 Milliarden Kubikmetern.
Die öffentliche Wasserversorgung benötigt derzeit rund 753 Millionen
Kubikmeter pro Jahr und wird vollständig aus Grundwasser – also
Brunnen und Quellen – gedeckt. Bis 2050 wird ein Anstieg auf rund 830
bis 850 Millionen Kubikmeter erwartet. Zugleich weist die Studie
darauf hin, dass regionale Unterschiede, Hitzeperioden und
gleichzeitige Bedarfsspitzen die lokale Versorgung belasten können.

In österreichischen Haushalten werden laut BMLUK durchschnittlich
rund 130 Liter Trinkwasser pro Kopf und Tag verbraucht. Davon
entfallen 25 Prozent auf die Toilettenspülung, 22 Prozent auf Duschen
und Baden, 10 Prozent auf Wäschewaschen und 2 Prozent auf
Geschirrspülen. Rund 14 Prozent entfallen auf den Außenbereich – dazu
zählen unter anderem Autowäsche, Pool, Garten- und
Pflanzenbewässerung. Private Pools sind damit nicht der größte Faktor
im Gesamtverbrauch. Lokal können sie dennoch relevant werden, wenn
viele Becken gleichzeitig befüllt werden. „Genau deshalb geht es
nicht darum, Poolnutzung zu dramatisieren, sondern Lastspitzen
planbar zu machen“, erklärt Jürgen Rathmanner , Geschäftsführer des
ÖVS.

Intelligentes Wassermanagement für Gemeinden

Mit dem Poolfüllkalender können Poolbesitzer ihre geplante
Befüllung digital bei der Gemeinde anmelden. Gemeinden legen fest,
wie viele Befüllungen pro Tag möglich sind; Poolbesitzer buchen ihren
Termin im Voraus. Ist das Tageslimit erreicht, sind keine weiteren
Befüllungen für diesen Tag möglich. So lassen sich Spitzenverbräuche
vermeiden und die Trinkwasserversorgung bleibt stabil. Der
Poolfüllkalender kann einfach in bestehende Gemeindehomepages
integriert werden. Ergänzend können Gemeinden Hinweise zu
wassersparenden Maßnahmen oder alternativen Wasserquellen
bereitstellen.

„Der Poolfüllkalender ist ein einfaches, digitales Werkzeug, mit
dem Gemeinden Versorgungssicherheit und private Nutzung besser
miteinander abstimmen können“, so Grabner . „Damit leisten
Poolbesitzer einen konkreten Beitrag zu einem geordneten Umgang mit
Wasser.“

Sommer, Sonne, Ferienzeit – der Pool ist bereit

Mit den Sommerferien rücken Urlaub, Badespaß und gemeinsame Zeit
im Freien wieder stärker in den Mittelpunkt. „Gärten entwickeln sich
immer mehr zu privaten Rückzugsorten und sozialen Treffpunkten, an
denen Familien und Freunde gemeinsam Zeit verbringen“, erklärt
Rathmanner . Der Pool ist längst kein Luxusobjekt mehr, sondern in
der Mitte der Gesellschaft angekommen.

Wohlbefinden und ein ressourcenschonender Lebensstil schließen
einander nicht aus. Entscheidend ist, private Nutzung
verantwortungsvoll zu organisieren – durch bewussten Wasserverbrauch,
regelmäßige Pflege zur Vermeidung unnötiger Neubefüllungen und gute
Abstimmung mit der Gemeinde. Erfahrungen aus Gemeinden mit hoher
Pooldichte zeigen, dass frühzeitige Bewusstseinsbildung und einfache
digitale Buchungssysteme gut angenommen werden. „Dank des
Poolfüllkalenders kommt das sommerliche Badevergnügen nicht zu kurz –
und gleichzeitig übernehmen Poolbesitzer Verantwortung für einen
bewussten Umgang mit Wasser“, so Grabner abschließend.

Schwertberg, Kraubath, Gleinstätten und weitere Gemeinden steuern
ihre Befülltermine bereits mit dem ÖVS-Poolfüllkalender. Für die
ersten zehn Gemeinden, die sich dafür entscheiden, ist der Zugang
kostenlos. Es gibt noch freie Kapazitäten. (PWK331/DFS)

Weitere Informationen: http://www.poolfuellkalender.at sowie
http://www.wko.at/oe/handel/oevs/oevs

Fotos finden Sie hier .