BMWKMS: Round-Table – Diskussion mit Jugendlichen zum Social-Media-Verbot

Wien (OTS) – Auf Einladung von Vizekanzler Andreas Babler haben am 9.
Juni
Jugendliche und Vertreter:innen von Jugendorganisationen an einem
Round Table zum Maßnahmenpaket für Kinder- und Jugendschutz im
Internet teilgenommen.

„Mir ist wichtig, dass wir uns mit jungen Menschen austauschen,
ihre Perspektiven, ihre Wünsche und ihre Anforderungen hören. Unser
Ziel ist, dass junge Menschen informiert bleiben, Fake News von
echten Informationen unterscheiden können und die Unterstützung
bekommen, die sie benötigen – im Alltag wie in der digitalen Welt“,
so Vizekanzler und Medienminister Andreas Babler.

Kernstück des von der Bundesregierung im März beschlossenen
Maßnahmenpakets zum Schutz von Kindern und Jugendlichen im Internet
ist die Einführung eines verpflichtenden Mindestalters von 14 Jahren
für die Nutzung von Social-Media-Plattformen wie Instagram, TikTok
oder Snapchat. Der Gesetzesentwurf wird in wenigen Wochen vorliegen,
die technische Umsetzung ist für Anfang 2027 geplant.

Vizekanzler Andreas Babler, Bundesminister Christoph Wiederkehr
und Digitalisierungs-Staatssekretär Alexander Pröll haben in den
letzten Wochen eine Reihe von Gesprächsrunden mit Vertreter:innen aus
Politik, Bildungseinrichtungen, der Zivilgesellschaft und den
Plattformen veranstaltet, um die unterschiedlichen Perspektiven und
Erwartungen in den Prozess einzubinden.

Zum heutigen Round-Table trafen Vertreter:innen vom UNICEF-
Jugendbeirat, dem Jugendbeirat der Kinder- und Jugendanwaltschaft
Wien, der Bundesjugendvertretung und des Youth Panel von
saferinternet.at im Medienministerium ein. Ziel des Round Table ist
es, konkrete politische Schlussfolgerungen und Anregungen für die
weitere Arbeit – die Stärkung der Medienkompetenz und die Förderung
jugendaffiner journalistischer Qualitätsformate – mitzunehmen.

Im Rahmen des Round Table berichteten die Jugendlichen von ihren
Erfahrungen mit Social Media, den Alternativen, die sie sich wünschen
und davon, was sie sich von der Politik, der Schule und den
Plattformen erwarten.

Zusammenfassend wiesen die Jugendvertreter:innen darauf hin, dass
digitale Technologien und Künstliche Intelligenz jungen Menschen
große Chancen für Bildung und gesellschaftliche Teilhabe bieten, die
Plattformen jedoch die Verantwortung für die Risiken ihrer
Geschäftsmodelle – Suchtmechanismen, Desinformation, Hass,
Radikalisierung und manipulative Inhalte – übernehmen sollten. Neben
geschützten digitalen und analogen Räumen wünschen sich die
Jugendlichen gezielte Medienbildung, um soziale Medien selbstbestimmt
zu nutzen. Von der Politik erwarten sie sich eine konsequente
Durchsetzung der Kinderrechte und die Einbindung Jugendlicher in
strukturelle Entscheidungen.

Bundesminister Christoph Wiederkehr: „Digitale Medien prägen den
Alltag junger Menschen und bieten große Chancen für Lernen,
Information und Teilhabe. Umso wichtiger ist es, dass Kinder und
Jugendliche die Kompetenzen erwerben, sich sicher, kritisch und
selbstbestimmt in der digitalen Welt zu bewegen. Die Gespräche mit
den Jugendlichen haben deutlich gezeigt, wie wichtig Medienbildung
und digitale Aufklärung sind. Diese Perspektiven nehmen wir ernst und
werden sie in unsere weitere Arbeit einfließen lassen. Schulen
spielen dabei eine zentrale Rolle: Sie müssen junge Menschen dabei
unterstützen, Informationen einzuordnen, Desinformation zu erkennen
und digitale Technologien verantwortungsvoll zu nutzen.“

Staatssekretär für Digitalisierung Alexander Pröll: „Künstliche
Intelligenz und digitale Technologien sind gekommen, um zu bleiben –
sie werden die Welt unserer Kinder prägen. Unsere Verantwortung ist
es, junge Menschen darauf vorzubereiten, statt sie damit allein zu
lassen. Die Faktenlage spricht eine klare Sprache: Ein Großteil der
jungen Menschen zwischen 14 und 24 Jahren haben bereits Hass im Netz
erlebt, und 76 Prozent der Mädchen in Österreich sagen, dass Social
Media beeinflusst, ob sie sich schön finden. Das ist kein Randthema,
sondern eine Frage der gesunden Entwicklung der zukünftigen
Generationen. Mit dem Mindestalter von 14 Jahren und gezielter
Medienbildung setzen wir ein klares gesellschaftliches Signal und
geben jungen Menschen zugleich die Werkzeuge in die Hand, die sie
brauchen.“

„Die Anliegen der jungen Menschen sind klar: Sie wollen, dass
Verantwortung übernommen, Schutz und Unterstützung geboten und
konsequent gehandelt wird. Das ist ein klarer Auftrag für diese
Bundesregierung“, so Medienminister und Vizekanzler Andreas Babler
abschließend.