Brüssel/Wien (OTS) – Im Rahmen des gestrigen Treffens des Rates für
Verkehr,
Telekommunikation und Energie (TTE) haben mehr als zehn EU-
Mitgliedstaaten, darunter Deutschland, Ungarn und Tschechien, eine
gemeinsame Absichtserklärung zur Weiterentwicklung des autonomen
Fahrens in Europa unterzeichnet. Ziel der Initiative ist es,
grenzüberschreitende Pilotgebiete für automatisierte Fahrzeuge
aufzubauen und die Voraussetzungen für deren europaweit
harmonisierten Einsatz zu schaffen.
Europa schafft gemeinsame Grundlagen für autonomes Fahren
Die Deklaration stellt einen Meilenstein auf dem Weg zu einer
vernetzten und zukunftsorientierten Mobilität dar. Sie schafft einen
Rahmen für die engere Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten bei der
Harmonisierung von Genehmigungs- und Zulassungsverfahren, der
Zusammenarbeit technischer Systeme sowie der koordinierten Einführung
automatisierter Fahrzeuge im öffentlichen Verkehr, in der Logistik
und im Güterverkehr.
Automatisiertes Fahren zählt zu den zentralen Schwerpunkten des
Mobilitätsministeriums. Die europäische Initiative stärkt die
Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschafts- und Innovationsstandorts Europa
und leistet gleichzeitig einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der
Verkehrssicherheit.
„Automatisiertes Fahren wird die Mobilität der Zukunft maßgeblich
prägen. Mit der heutigen Deklaration setzen wir ein starkes
europäisches Signal für Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und sichere
Mobilität. Gerade bei grenzüberschreitenden Anwendungen braucht es
gemeinsame Standards und ein abgestimmtes Vorgehen. Österreich bringt
sich aktiv in diesen Prozess ein und gestaltet die Zukunft der
Mobilität in Europa mit“, betont Mobilitätsminister Peter Hanke.
Von der Erprobung zur breiten Anwendung
Im Rahmen der Initiative werden nun zwei Arbeitsstränge
gestartet: Einerseits sollen gemeinsame Grundsätze und
Mindestkriterien für den Zugang zu den Pilotgebieten entwickelt
werden. Andererseits soll die praktische Umsetzung automatisierter
Mobilitätslösungen – etwa bei Planung, Finanzierung, Beschaffung und
Integration in bestehende Verkehrssysteme – zwischen Mitgliedstaaten,
Regionen und Städten koordiniert werden.
Zusätzliche Impulse setzt die Europäische Kommission mit einer
vorgesehenen Förderung von 20 Millionen Euro für digitale
Infrastruktur im Bereich des autonomen Fahrens im Rahmen der
Connecting Europe Facility 2026.
Gipfel im Herbst für gemeinsamen Weg
Ein weiterer Höhepunkt folgt bereits im Herbst:
Mobilitätsminister Hanke lädt zu einem Gipfel aller Schlüsselakteure
aus Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft, um gemeinsame Roadmaps
für die weitere Entwicklung, unter anderem den gesetzlichen Rahmen,
abzustimmen. So sollen Kräfte bestmöglich gebündelt und weitere
Schritte festgelegt werden.