WKÖ-Menz zu Herr: Berechtigte Sorgen der Industrie sind keine Panikmache

Wien (OTS) – Die Sorgen der Industrie vor Wettbewerbsnachteilen und
einer
Verlagerung von Produktion durch ein vorgezogenes österreichisches
Klimaneutralitätsziel 2040 sind real und dürfen nicht als
„Panikmache“ abgetan werden. Damit widerspricht die Bundessparte
Industrie der WKÖ Aussagen von SPÖ-Klubvize Julia Herr in der „ZIB
2“, wonach große Industrieanlagen aufgrund ihrer Einbindung in den EU
-Emissionshandel (ETS) von einem nationalen Klimaneutralitätsziel
nicht zusätzlich betroffen seien.

„Von Panikmache kann keine Rede sein“, so Sigi Menz, Obmann der
Bundessparte Industrie. „Frau Herr blendet zum einen aus, dass das
ETS nur einen Teil der Industrie abdeckt. Viele Betriebe fallen nicht
darunter und wären von zusätzlichen Maßnahmen zur Erreichung eines
nationalen 2040-Ziels sehr wohl direkt betroffen. Und sobald das 2040
-Ziel gesetzlich fixiert ist, müssen sich auch alle Folgegesetze
daran orientieren – mit entsprechenden Kostenfolgen für die gesamte
Wirtschaft.“

Auch die ETS-Betriebe bleiben daher von den zusätzlichen
Belastungen nicht verschont. „Sie zahlen über teurere Energie, höhere
Spritpreise und steigende Transportkosten mit. Diese Kosten treffen
jedes Unternehmen im Land, unabhängig davon, ob es dem
Emissionshandel unterliegt oder nicht“, argumentiert Menz.

„Wer berechtigte Sorgen der Industrie pauschal als Panikmache
abtut, verweigert die sachliche Debatte über die tatsächlichen Folgen
des Klimagesetzes“, kritisiert Menz abschließend. (PWK392/ST)