Sicherung des österreichischen Luftraums: Nachbeschaffung moderner Abfangjäger ist eine sicherheitspolitische Notwendigkeit

Wien (OTS) – Die Wahrung der Lufthoheit ist eine zentrale Aufgabe
eines souveränen
Staates. Vor dem Hintergrund der aktuellen sicherheitspolitischen
Entwicklungen in Europa und der steigenden Anforderungen an die
militärische Luftraumüberwachung unterstreicht das Österreichische
Bundesheer die Notwendigkeit einer zeitgerechten Nachbeschaffung
moderner Abfangjäger.

Europäischen Staaten verfügen über leistungsfähige
Luftstreitkräfte zur Sicherung ihres Luftraums. Staaten wie
Deutschland, Italien, die Schweiz, Tschechien oder Ungarn betreiben
moderne Kampfflugzeuge, um ihre territoriale Integrität zu schützen,
internationale Verpflichtungen wahrzunehmen und auf
sicherheitspolitische Herausforderungen flexibel reagieren zu können.

Ausgewählte europäische Staaten und Anzahl ihrer Kampfflugzeuge (
gerundet):

– Deutschland: ca. 230 Kampfflugzeuge

– Italien: ca. 180 Kampfflugzeuge

– Frankreich: ca. 300 Kampfflugzeuge

– Vereinigtes Königreich: ca. 160 Kampfflugzeuge

– Spanien: ca. 140 Kampfflugzeuge

– Polen: ca. 120 Kampfflugzeuge

– Griechenland: ca. 230 Kampfflugzeuge

– Niederlande: ca. 50 Kampfflugzeuge

– Belgien: ca. 50 Kampfflugzeuge

– Schweiz: ca. 30 Kampfflugzeuge

– Tschechien: ca. 15 Kampfflugzeuge

– Ungarn: ca. 15 Kampfflugzeuge

– Slowakei: ca. 10 Kampfflugzeuge

– Kroatien: ca. 10 Kampfflugzeuge

– Bulgarien: ca. 15 Kampfflugzeuge

– Schweden: ca. 90 Kampflugzeuge

– Finnland: ca. 50 Kampfflugzeuge

– Dänemark: ca. 40 Flugzeuge

– Rumänien: ca. 20 Flugzeuge

Zusätzlich zu diesen bestehenden Luftstreitkräften investieren
Europäische Staaten derzeit massiv in den Ausbau ihrer
Luftstreitkräfte.
Dänemark verstärkt seine Luftstreitkräfte mit 27 zusätzlichen
Kampfjets, Schweden hat 60 weitere Kampflugzeuge bestellt, Finnland
kauft 64 weitere Flieger, die Schweiz 36, Rumänien 32 und Tschechien
bestellte 24 Flieger.

Auch Österreich ist verpflichtet, seinen Luftraum rund um die Uhr
zu überwachen und zu schützen. Die aktive Luftraumüberwachung umfasst
unter anderem das Erkennen, Identifizieren und erforderlichenfalls
Abfangen von nicht kooperativen oder unbekannten Luftfahrzeugen.
Diese Fähigkeit ist ein unverzichtbarer Bestandteil staatlicher
Souveränität und kann nicht an Dritte ausgelagert werden.

Die derzeit in Österreich eingesetzten Systeme nähern sich dem
Ende ihrer Nutzungsdauer und entsprechen in absehbarer Zeit nicht
mehr den technologischen und operationellen Anforderungen. Eine
Nachbeschaffung moderner Abfangjäger ist daher notwendig, um die
Einsatzbereitschaft langfristig sicherzustellen und die Sicherheit
der Bevölkerung weiterhin gewährleisten zu können.
„Ein souveräner Staat muss seinen Luftraum selbst schützen können.
Der Blick nach Europa zeigt klar: Leistungsfähige Luftstreitkräfte
sind heute der Standard. Wenn wir die Sicherheit Österreichs auch in
Zukunft gewährleisten wollen, brauchen wir eine moderne und
verlässliche Luftraumüberwachung. Die Nachbeschaffung von
Abfangjägern ist daher keine Option, sondern eine
sicherheitspolitische Notwendigkeit!“, so Verteidigungsministerin
Klaudia Tanner.

Darüber hinaus ermöglicht eine moderne Luftflotte die verstärkte
Zusammenarbeit mit europäischen Partnern im Rahmen von Übungen,
Luftraumsicherungsoperationen und internationalen Einsätzen.
Interoperabilität und technologische Anschlussfähigkeit sind
entscheidende Faktoren für eine effektive sicherheitspolitische
Kooperation innerhalb Europas.

Das Österreichische Bundesheer bekennt sich klar zur
Sicherstellung einer glaubwürdigen und zukunftsfähigen
Luftraumüberwachung. Die Nachbeschaffung moderner Abfangjäger stellt
dabei einen wesentlichen Schritt dar, um Österreichs Sicherheit auch
in Zukunft eigenständig gewährleisten zu können.