Öffi-Ausbau U2xU5 leistet Beitrag zur Budgetkonsolidierung und bleibt gesichert

Wien (OTS) – – Kein Baustopp: Wiens größtes Klimaschutzprojekt mit 12
neuen
Stationen und 11 km Strecke wird durchgehend weiter vorangetrieben

– Fertigstellung U2 bis Matzleinsdorfer Platz bis 2030

– Anpassungen zweite Baustufe: Baustart U5 bis Hernals ab 2028,
Baustart U2 Wienerberg ab 2030 – Bauarbeiten ohne Unterbrechung

– Bauliche Fertigstellung U5-Station Frankhplatz 2026, Inbetriebnahme
der U5 bis Frankhplatz ab 2030 – kein Parallelbetrieb mit der U2

– Fertigstellung Gesamtprojekt U2xU5 bis Mitte der 2030er-Jahre

Der Öffi-Ausbau U2xU5 ist das größte Klimaschutz- und
Infrastrukturprojekt Wiens und ein wichtiger Impulsgeber der
heimischen (Bau-)Wirtschaft. Mit 12 neuen U-Bahn-Stationen, sechs
neuen Öffi-Knoten und 11 Kilometern zusätzlicher Strecke wird das
Wiener U-Bahn-Netz noch leistungsfähiger und attraktiver. U2xU5
bietet Platz für bis zu 300 Millionen zusätzliche Fahrgäste pro Jahr
und bringt ein jährliches CO₂-Einsparungspotential von bis zu 75.000
Tonnen.

Der Baufortschritt der ersten Baustufe, mit der Verlängerung der
U2 bis Matzleinsdorfer Platz und der Errichtung der vollautomatischen
U5 zwischen Karlsplatz und Frankhplatz schreitet voran. Die
Tunnelvortriebsmaschine ‚Debohra‘ hat bereits die erste von zwei
neuen Tunnelröhren der künftigen U2 fertiggestellt, auch die
Vortriebsarbeiten und die Innenausbauarbeiten in den Stationen laufen
auf Hochtouren. Die bauliche Fertigstellung der U5 bis Frankhplatz
ist für 2026 und die der U2 bis Matzleinsdorfer Platz für 2030
eingetaktet.

Zwtl.: Zeitliche Anpassung der Baustarts U5 Hernals und U2 Wienerberg
bringt Kostenentspannung für Budget der Stadt Wien

Im Rahmen der diesjährigen Budgetverhandlungen werden die
Baustarts für die zweite Baustufe, die Verlängerung der U2 bis
Wienerberg und Verlängerung der U5 bis Hernals, gestreckt. „Das
Projekt U2xU5 wird weiterhin mit Hochdruck fortgesetzt, die
Fertigstellung der ersten Baustufe U2 Matzleinsdorfer Platz ist für
2030 eingetaktet. Durch die Anpassung der sehr kostenintensiven
Hauptbaumaßnahmen in der zweiten Baustufe wird eine Kostenentspannung
in den kommenden Jahren erreicht. Damit leisten die Wiener Linien
einen Beitrag, um das Budget der Stadt Wien in den aktuell
herausfordernden Zeiten zu entlasten. Eines ist mir dabei besonders
wichtig zu betonen: Es gibt keinen Baustopp – wir bauen in den
nächsten Jahren ununterbrochen am größten Infrastrukturprojekts des
Jahrhunderts. Mein Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
der Wiener Linien, die mit enormem Engagement an diesem
Zukunftsprojekt arbeiten“, so Öffi-Stadträtin Ulli Sima.

Der Baustart für die zweite Baustufe der U5, mit den neuen
Stationen U5 Arne-Karlsson-Park, U5xU6 Michelbeuern-AKH, U5
Elterleinplatz und U5xS Hernals wird um ein Jahr auf 2028 verschoben.
Der Baustart für die Verlängerung der U2, mit den Stationen U2
Gußriegelstraße und U2 Wienerberg, wird um zwei Jahre auf 2030
verschoben. Stadt Wien und Bund teilen sich die Kosten für das größte
Klimaschutzprojekt Wiens, mit einer Fertigstellung des Gesamtprojekts
Mitte der 2030er-Jahre.

„Die Wiener Linien sind bereits mitten in den
Genehmigungsprojekten für die zweite Baustufe und werden alle
Vorbereitungen für die U2xU5-Verlängerungen fortsetzen. Gleichzeitig
arbeiten wir mit Hochdruck am Bau der ersten Baustufe, mit dem Bau
der U2 bis Matzleinsdorfer Platz und der U5 bis Frankhplatz. Im
Rahmen der erforderlichen Budgeteinsparungen haben wir uns auch die
Inbetriebnahme der U5 von Karlsplatz bis Frankhplatz angeschaut und
können sagen: Der Vorteil für das Öffi-Netz ist nicht groß genug, um
eine Doppelführung der U5 und der U2 auf vier Stationen zwischen
Karlsplatz und Rathaus finanziell zu rechtfertigen. Die
Inbetriebnahme erfolgt 2030 – sobald die U2 bis Matzleinsdorfer Platz
fertiggestellt ist“, sagt Alexandra Reinagl, Vorsitzende der
Geschäftsführung der Wiener Linien.

Zwtl.: Fahrgastbetrieb U5 erste Baustufe Frankhplatz-Karlsplatz ab
2030

Für diese Anpassung gibt es mehrere Gründe: Mit der U5-Station
Frankhplatz würde lediglich eine neue Station ans Netz angebunden –
ein Bereich, der bereits heute durch die Linien 43, 44 sowie die
nahegelegenen U2-Stationen Schottentor und Rathaus gut an das Öffi-
Netz angebunden ist. Der Bau der ersten Baustufe der U5 bis
Frankhplatz hat zentrale Voraussetzungen für den weiteren Ausbau des
Öffi-Ausbaus U2xU5 geschaffen: Die bestehende U2-Stammstrecke
zwischen Karlsplatz und Rathaus wurde umfassend modernisiert, mit
Bahnsteigtüren für den vollautomatischen Betrieb ausgestattet und die
U5-Station Frankhplatz an der Universitätsstraße/Landesgerichtsstraße
an das bestehende U-Bahn-Netz angebunden. Damit ist der Weg frei für
die zweite Baustufe der U5 bis Hernals – ohne weitere Einschränkungen
im Betrieb der Linie U2.

Die U2 ist außerdem eine wichtige Ausweichmöglichkeit während der
Sperre der S-Bahn-Stammstrecke ab Herbst 2026, währenddessen ein
stabiler und verlässlicher U2-Betrieb mit dichten Intervallen
unerlässlich ist. Die Doppelnutzung des Abschnitts Karlsplatz-Rathaus
durch die U2 und die U5 würde erfordern, dass die Züge der U5 in den
Verkehr der U2 „eingefädelt“ werden müssten, was technisch eine
Herausforderung darstellt. Damit ginge auch das Risiko einher, dass
sich Störungen auf der U5 unmittelbar auf den Regelbetrieb der U2 mit
insgesamt 21 Stationen und rund 17 Kilometern Länge auswirkt. Ein
Risiko, das die Wiener Linien im Sinne der Fahrgäste und dem
größtmöglichen Nutzen für das Gesamtnetz nicht eingehen werden.

Die Inbetriebnahme der U5 erst ab 2030 trägt ebenfalls zur
Budgetkonsolidierung der Stadt Wien bei, mehrere Millionen Euro
Betriebskosten können dabei eingespart werden. Nach der erfolgreichen
Umgestaltung der Universitätsstraße wird im Zuge der
Oberflächenwiederherstellung ganz nach dem Motto „Raus aus dem
Asphalt“ das Stationsumfeld der künftigen U5 Station Frankhplatz
durch eine neue Gestaltung inklusive Begrünungsmaßnahmen aufgewertet.
Die Pläne dazu werden in Kürze vorgestellt und die Umsetzung erfolgt
zeitnah.

Der Öffi-Ausbau U2xU5 erfolgt in zwei Baustufen und wird
durchgehend bis Mitte der 2030er Jahre umgesetzt. Die erste Baustufe
umfasst die U5 bis Frankhplatz, deren Fertigstellung bis 2026 geplant
ist, sowie die Verlängerung der U2 bis Matzleinsdorfer Platz, welche
bis 2030 eingeplant ist. In der zweiten Baustufe wird die U5 bis
Hernals (Baustart ab 2028) und die U2 bis zum Wienerberg (Baustart ab
2030) weiter ausgebaut. Ab Inbetriebnahme der U2 bis Matzleinsdorfer
Platz fährt die U5 auf ihrer eigenen Strecke zwischen Frankhplatz und
Karlsplatz (ab 2030). Die U2 ist ab diesem Zeitpunkt ab der Station
Rathaus auf einer komplett neuen Strecke Richtung Süden unterwegs.
Nach Fertigstellung der ersten Baustufe trifft die neue U2 bei der
Station Rathaus auf die U5 und fährt weiter über die Stationen U2xU3
Neubaugasse, U2xU4 Pilgramgasse und U2 Reinprechtsdorfer Straße bis
zur Station U2xS Matzleinsdorfer Platz. Die Fertigstellung der
zweiten Baustufe (U5 bis Hernals und U2 bis Wienerberg) ist für Mitte
der 2030er Jahre geplant.

Weitere Informationen zu U2xU5 finden Sie unter:
www.wienerlinien.at/u2xu5 .