NÖ Bauerntag: LH-Stv. Dr. Stephan Pernkopf fordert Trendumkehr

Wieselburg (OTS) – Bei frühsommerlichen Temperaturen kam es in
Wieselburg zu einer
eindrucksvollen Kundgebung von über 1.000 Bauernbündlerinnen und
Bauernbündlern, Fahnen und Marschmusik. Bauernbundobmann LH-Stv. Dr.
Stephan Pernkopf lud, anlässlich des 120-jährigen Bestandsjubiläums
des NÖ Bauernbunds, zum Bauerntag auf die Wieselburger Messe.
Pernkopf betonte dabei das 120-jährige Bestehen des NÖ Bauernbunds
als klaren Auftrag, Führungsstärke zu zeigen.

Pernkopf forderte gleiche Produktionsbedingungen und Importstopp
für Produkte mit niedrigeren Standards

In Richtung Lebensmittelimporte nach Österreich und fremde
Produktionsstandards wurde Pernkopf deutlich. „Wir brauchen eine
Kurskorrektur hin zu mehr Eigenverantwortung und Vertrauen statt
immer mehr Regeln und Kontrollen. Gleiches Recht für alle heißt auch
gleiche Produktionsstandards für alle. Die logische Konsequenz:
Importstopp für alle Produkte, die das nicht erfüllen“, so Pernkopf
kämpferisch. Ebenso forderte Bauernbundobmann LH-Stellvertreter
Stephan Pernkopf in seiner Festrede eine Trendumkehr in Land und
Bund, „um das Leben wieder leichter zu machen und das Land wieder an
die Spitze zu bringen“. Auch einen Appell in Richtung Zukunft gab er
aus. „Ziel der Volkspartei muss es sein, Wahlen höchstmöglich zu
gewinnen, nicht so wenig wie möglich zu verlieren“, so Pernkopf.

Familie der Volkspartei zeigte am Bauerntag Geschlossenheit

Gemeinsam mit ranghohen politischen Vertretern aus Bund und Land,
angeführt von Bundeskanzler Christian Stocker und Landeshauptfrau
Johanna Mikl-Leitner, wurden nicht nur agrarpolitische Eisen
bearbeitet, sondern auch Zukunftspläne des NÖ Bauernbundes
geschmiedet. Im Beisein langjähriger Wegbegleiter und Mitglieder des
Bauernbundes und durch die Teilnahme zahlreicher Mitglieder der
Bundesregierung, des gesamten VPNÖ-Landesregierungsteams sowie aller
Obleute der sechs Bünde der Volkspartei Niederösterreich wurde das
gemeinsame Bestreben für die Zukunftsfähigkeit der heimischen
Bäuerinnen und Bauern deutlich.

Stocker: Wir bauen auf euch und ihr könnt auf uns bauen

Bundeskanzler Christian Stocker bekräftigte das Nein der
Volkspartei zu eigentumsfeindlichen Steuern. „Leistung darf nicht
bestraft werden, deshalb gibt es mit uns keine Vermögenssteuern“, so
Stocker. In Richtung Produktionsstandards hielt Kanzler Stocker fest:
„Eines kann nicht sein: Dass wir die Produktion in Österreich mit
immer höheren Standards erschweren und gleichzeitig Produkte, die
nicht nach unseren hohen Standards produziert wurden, zu niedrigeren
Preisen mit unseren konkurrieren. Gerade als ÖVP braucht es deshalb
aus meiner Sicht ein klares Bekenntnis zu Freihandel, aber
gleichzeitig auch eine klare Transparenz, damit die Menschen selbst
entscheiden können, dass sie unsere hochqualitativen Produkte
kaufen.“ Auch in schwierigen Zeiten brauche es Mut und Zuversicht in
unserem Land und bei den Menschen, betonte der Kanzler unter tosendem
Applaus.

Mikl-Leitner kündigte Bewässerungsprojekte für widerstandsfähige
Landwirtschaft an

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner betonte: „Unsere Bäuerinnen
und Bauern sind das Rückgrat unserer Heimat. Gerade in
herausfordernden Zeiten brauchen sie nicht nur Anerkennung und
Respekt, sondern auch faire Rahmenbedingungen, Planungssicherheit und
eine starke politische Stimme. Und diese starke Stimme ist seit
mittlerweile 120 Jahren der Niederösterreichische Bauernbund. Vor
allem jetzt, angesichts der anhaltenden Trockenheit und Wetterextreme
braucht die Landwirtschaft auch entsprechende Rahmenbedingungen und
Unterstützung durch die Politik. Deshalb haben wir massiv in
landwirtschaftliche Bewässerungsprojekte investiert und werden das
auch weiter tun, besonders im Osten unseres Landes. Wir tun alles, um
unsere Landwirtschaft widerstandsfähiger zu machen.“

Fixprogramm für ganze bäuerliche Familie

Den Rahmen für den NÖ Bauerntag gestaltete ein Festzug durch das
Messegelände, der traditionelle Einzug der Bauernbundfahnen aus den
Bezirken sowie der anschließende Frühschoppen. Auch für die Jüngsten
war viel dabei, so etwa der Stationenbetrieb „Landwirtschaft
begreifen“, eine Hüpfburg sowie Kinderschminken machten den Bauerntag
zu einem Treffpunkt für die ganze bäuerliche Familie.

Blick in die Geschichte

Seit seiner Gründung am 24. Juni 1906 ist der NÖ Bauernbund die
starke Stimme für die heimischen Bäuerinnen und Bauern und den
ländlichen Raum. Aus dem Bauernbund heraus, der damit auch um rund 40
Jahre älter als die Volkspartei in Land und Bund ist, haben
zahlreiche bedeutende Politpersönlichkeiten und Staatsmänner wie
Leopold Figl, Andreas Maurer oder Erwin Pröll das Land und unsere
Republik maßgeblich geprägt und nach vorne gebracht. Heute zählt die
Organisation rund 100.000 Mitglieder, ist damit eine der größten
politischen Organisationen des Landes und lebt einen stetigen
Austausch mit den Mitgliedern. Bei der NÖ Landwirtschaftskammerwahl
2025 erreichte der NÖ Bauernbund als agrarpolitische
Interessenvertretung mit 82 Prozent das bundesweit beste Ergebnis
aller Kammerwahlen in Österreich.

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