Neue Studie „Gemeinnütziger Wohnbau in Niederösterreich“ präsentiert

St. Pölten (OTS) – Der geförderte Wohnbau stellt einen bedeutenden
Wirtschaftsfaktor dar
und sichert Tausende Arbeitsplätze in Niederösterreich. Besonders in
Zeiten begrenzter finanzieller Mittel ist eine wissenschaftlich
fundierte Grundlage für öffentliche Investitionen unerlässlich. In
diesem Zusammenhang wurde heute von Landesrätin Christiane Teschl-
Hofmeister, Christian Rädler, Obmann der NÖ Landesgruppe der
Gemeinnützigen Bauvereinigungen (GBV), und Mag. Dr. Wolfgang
Schwarzbauer, Leiter des Forschungsbereichs regionale
Wirtschaftspolitik und Außenwirtschaft bei Eco Austria, die neue
Studie „Gemeinnütziger Wohnbau in Niederösterreich: Ökonomische
Effekte und ökonomische Wirkungen unterschiedlicher Ansätze für
leistbares Wohnen“ bei einer Pressekonferenz in Wien präsentiert.
GBVs sind gemeinnützige Bauvereinigungen, umgangssprachlich auch als
Wohnbaugenossenschaften bezeichnet, die überwiegend Wohnungen und
Reihenhäuser bauen, die nach der NÖ Wohnbauförderung gefördert
werden. „Wir als Bundesland Niederösterreich wollten trotz
Zinsentwicklung, trotz gestiegener Bau- und Energiekosten und trotz
der KIM-Verordnung, die mittlerweile ausgelaufen ist, weiterhin
leistbaren Wohnraum in Niederösterreich gewährleisten“, zeigte sich
dabei die Landesrätin überzeugt.

In Bezug auf die neue Studie meinte Teschl-Hofmeister: „Rund drei
Prozent der Wertschöpfung der niederösterreichischen Bauwirtschaft
hängen von der Investitionstätigkeit der Gemeinnützigen
Bauvereinigungen (GBVs) ab. Das bedeutet, dass der geförderte Wohnbau
gerade in konjunkturell schwächeren Phasen stabilisierend wirkt. Und
die GBVs sichern über 5.100 Beschäftigungsverhältnisse pro Jahr – von
Maurern über Installateure, Elektriker und andere Gewerke bis zu den
Beschäftigten in den GBVs selbst. Ein Euro Wohnbauförderung löst rund
4,3 Euro an Investitionen aus.“

Im Hinblick auf die Wohnbauförderung betonte die Landesrätin: „Um
im Jahr 2024 weiterhin leistbares Wohnen in allen Regionen bieten zu
können, wurden in Niederösterreich inklusive Mittel des Bundes rund
691 Millionen Euro für die Schaffung und Sanierung von über 15.400
Wohneinheiten genehmigt. Im Jahr 2025 brachte die NÖ Wohnbauförderung
sogar 952 Millionen Euro auf den Weg. Im abgelaufenen Jahr hat das
Land Niederösterreich Förderungen für knapp 10.000 Wohneinheiten im
großvolumigen Wohnbau und knapp 4.000 Wohneinheiten im kleinvolumigen
Wohnbau bewilligt. Über 1.700 Haushalte wurden beim Heizungstausch
mit 24,7 Millionen Euro und knapp 12.000 Haushalte mit 33,2 Millionen
Euro mittels Wohnzuschuss bzw. Wohnbeihilfe bei den laufenden
Wohnkosten unterstützt. Hinzu kommt ein Zinscap von 50 Millionen
Euro.“ Das Land Niederösterreich stelle ein Vielfaches an Geld für
den geförderten Wohnbau zur Verfügung, als die zweckgewidmeten
Einnahmen ausmachen.

Die vorliegende Studie analysiert die volkswirtschaftlichen
Effekte der Investitionstätigkeit der niederösterreichischen
gemeinnützigen Wohnbauvereinigungen (GBV) im Zeitraum 2015 bis 2024.
Christian Rädler, Obmann der NÖ Landesgruppe der Gemeinnützigen
Bauvereinigungen (GBV), sagte dazu: „Im Zentrum steht die Frage,
welchen Beitrag die Investitionen zur regionalen Wertschöpfung, zur
Beschäftigung sowie zur Stabilisierung der Bauwirtschaft leisten.
Viele Arbeitsplätze werden besonders bei den Familienbetrieben in
Niederösterreich gesichert.“ Diese neue Studie sei von der
Wohnbauforschung unterstützt worden, so Rädler.

Insgesamt unterstreicht die Studie die Bedeutung des
gemeinnützigen Wohnbaus als verlässlichen wirtschaftlichen Anker.
Durch kontinuierliche Investitionen trägt er insbesondere in
konjunkturell schwächeren Phasen zur Stabilisierung von Wertschöpfung
und Beschäftigung bei und stärkt die regionale Wirtschaftsstruktur
nachhaltig. Mag. Dr. Wolfgang Schwarzbauer, Leiter des
Forschungsbereichs regionale Wirtschaftspolitik und Außenwirtschaft
bei Eco Austria, führte dazu aus: Die Investitionen der
niederösterreichischen gemeinnützigen Wohnbauvereinigungen würden
jährlich rund 290 Millionen Euro an Wertschöpfung im Bundesland
auslösen. Dies entspreche rund 0,4 Prozent der gesamten
niederösterreichischen Wirtschaftsleistung. Für einen einzelnen
institutionellen Akteursbereich stelle dies einen substanziellen
Beitrag dar.

Weitere Informationen: Büro LR Christiane Teschl-Hofmeister, Mag.
(FH) Dieter Kraus, Pressesprecher, Telefon 02742/9005-12655, E-Mail
[email protected] , https://ecoaustria.ac.at