Korosec zu Gesundheitsreform: „Finanzierung aus einer Hand ist ein Muss“

Wien (OTS) – Fiskalratschef Christoph Badelt bewertet die
Verhandlungen zu einer
Gesundheitsreform wie Seniorenbundpräsidentin Ingrid Korosec: „Er
befürchtet, dass es keine große Reform geben wird. Das ist auch meine
Sorge.“ Wie Korosec drängt Badelt auf eine „Finanzierung aus einer
Hand“: „Das fordere ich seit langem. Das ist ein Muss.“ Und wie
Badelt findet Korosec, dass bei einer „Finanzierung aus einer Hand“
die Bundesländergrenzen überwunden werden müssen: „Wir müssen endlich
weg von den Ineffizienzen. Das Geld muss bei den Patientinnen und
Patienten ankommen. Es darf nicht länger in verworrenen Strukturen
versickern.“

Zu Badelts Forderung nach einem höheren Pensionsantrittsalter
merkt Korosec an: „Länger zu arbeiten ist nur dann sinnvoll und
machbar, wenn die jetzigen Hürden beseitigt sind, um das faktische
Antrittsalter anzuheben. 30 % der 55- bis 64-Jährigen gehen aus dem
Krankenstand oder Arbeitslosigkeit in Pension. Und viele Ältere
werden nicht mehr eingestellt. Regierung und Arbeitgeber müssen dafür
sorgen, dass Ältere den Job behalten oder einen neuen bekommen –
diese Menschen sind ein Expertenpool. Es ist mehr als verwunderlich,
dass sich in diesem Bereich noch nichts verbessert hat“, sagt
Korosec. „Es ist zu wenig, über ideale Vorstellungen zu reden, ideale
Bedingungen müssen geschaffen werden. Das bedeutet, dass ältere
Arbeitnehmer in Betrieben behalten oder eingestellt werden sollen.
Dafür müssen die notwendigen Maßnahmen gesetzt werden.“