Jungbauern legen Forderungspapier vor und fordern Perspektiven statt neuer Hürden

Wien (OTS) – Die Österreichischen Jungbauern legen ein
Forderungspapier mit klaren
Forderungen für die nächste Generation in der Landwirtschaft vor. Im
Mittelpunkt stehen ein starkes Agrarbudget, mehr Unterstützung für
Junglandwirte, faire Wettbewerbsbedingungen mit gleichen Standards
für Importe, leichtere Hofübernahmen, starke Bildung sowie weniger
Bürokratie durch Digitalisierung und Innovation. Im Rahmen eines
Austauschs mit Bundesminister Norbert Totschnig wurde das
Forderungspapier an den Minister übergeben.

„Junge Bäuerinnen und Bauern wollen nicht verwalten, sondern
aktiv gestalten. Wer von Versorgungssicherheit, regionaler Produktion
und einer starken Landwirtschaft spricht, muss auch dafür sorgen,
dass die nächste Generation faire Chancen bekommt. Genau dafür legen
wir heute unser Forderungspapier vor. Wir sind froh, mit
Bundesminister Norbert Totschnig einen ausgewiesenen Fachexperten an
der Spitze des Landwirtschaftsministeriums zu haben, der die Anliegen
unserer Bäuerinnen und Bauern kennt, ernst nimmt und sich mit
Nachdruck dafür einsetzt“, betont Bauernbund-Jugendsprecherin BR
Viktoria Hutter .

Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig: „Unsere Jungbauern
benötigen Perspektiven, Stabilität und Planbarkeit. Genau dafür
bieten wir maßgeschneiderte Bildungs- und Beratungsangebote, faire
Leistungsabgeltungen für eine umweltgerechte Bewirtschaftung und
Unterstützung für notwendige Investitionen in die Modernisierung der
Betriebe. Gleichzeitig kämpfe ich auf EU-Ebene für ein stabiles,
ausreichend dotiertes Agrarbudget. Kürzungen sind für mich nicht
akzeptabel. Entscheidend ist, dass wir als Landwirtschaft geschlossen
auftreten, und unsere Kräfte in die gleiche Richtung lenken. Die
starke Stimme der jungen Generation verstärkt unsere Position bei den
Verhandlungen für die geforderten Maßnahmen.“

Zwtl.: Junglandwirte stärker absichern

Für die Jungbauern ist klar: Der Generationenwechsel in der
Landwirtschaft gelingt nur mit verlässlichen politischen
Rahmenbedingungen. Dazu braucht es ein starkes, inflationsangepasstes
Agrarbudget, den Erhalt der Zwei-Säulen-Struktur der GAP und mehr
zweckgebundene Mittel für Junglandwirte. Deren Anteil muss in der
kommenden Förderperiode von 3 auf 6 Prozent erhöht werden. Der
Generationenwechsel muss in der europäischen Agrarpolitik endlich
verbindlich verankert werden.

„Wenn Europa den Generationenwechsel in der Landwirtschaft
wirklich ernst meint, dann muss das auch rechtlich verbindlich und
finanziell spürbar werden. Junglandwirte dürfen nicht nur erwähnt
werden, sie müssen endlich stärker abgesichert werden“, so Hutter .

Zwtl.: Faire Wettbewerbsbedingungen schaffen

Ein weiterer Schwerpunkt ist fairer Wettbewerb. Die Jungbauern
fordern gleiche Standards für Importe. Zudem muss die Marktposition
der landwirtschaftlichen Betriebe entlang der Lebensmittelkette
gestärkt werden, damit faire Erzeugerpreise und gerechte
Wertschöpfung überhaupt möglich werden.

Zwtl.: Hofübernahmen erleichtern, Bildung stärken, Bürokratie abbauen

Darüber hinaus braucht es leichtere Hofübernahmen durch eine
starke Niederlassungsprämie und bessere Investitionsbedingungen für
Junglandwirte. Auch Aus- und Weiterbildung müssen gestärkt werden.
Digitalisierung muss den Arbeitsalltag erleichtern und Bürokratie
abbauen, statt neue Hürden aufzubauen.

„Unsere Höfe brauchen Perspektiven statt neuer Hürden. Wer junge
Menschen in der Landwirtschaft halten will, muss faire
Rahmenbedingungen schaffen und endlich den Grundsatz ernst nehmen:
mehr Landwirtschaft, weniger Zettelwirtschaft“, betont Hutter
abschließend.