Wien (OTS) – Am Donnerstag, 27. November 2025 tagt in Wien das
Wirtschaftsparlament der Bundeswirtschaftskammer und das in einer
Phase, in der das Vertrauen vieler Unternehmer schwer erschüttert
ist. Denn die parteipolitische Spitze der Wirtschaftskammern hat sich
selbst massive Gagenerhöhungen genehmigt, was landesweit für Empörung
sorgte und schließlich zum Rücktritt von Präsident Dr. Harald Mahrer
führte. Die neue Präsidentin, Dr. Martha Schultz, betont inzwischen
Reformbereitschaft und will verlorenes Vertrauen wiederherstellen.
Die Freiheitliche Wirtschaft zeigt seit Jahren vor, wie ernst
echte Veränderung gemeint sein muss. Wir bringen laufend Vorschläge
ein, damit die Kammer schlanker, effizienter, transparenter und
ressourcenschonender arbeitet und sich endlich wieder auf ihre
eigentliche Aufgabe konzentriert: die Interessen der österreichischen
Unternehmer zu vertreten! Dass nur mehr ein Viertel aller Unternehmer
überhaupt zur Kammerwahl geht, ist ein deutliches Warnsignal und
zeigt die Dringlichkeit einer Wahlsystemreform. Einen entsprechenden
Antrag brachte die Freiheitliche Wirtschaft erst kürzlich in den
Wirtschaftsparlamenten der Bundesländer ein – abgelehnt durch den
Wirtschaftsbund. Bislang wurden unsere Reformanträge von der
Mehrheitsfraktion konsequent abgelehnt.
Beim morgigen Wirtschaftsparlament bringt die Freiheitliche
Wirtschaft den Antrag „Einrichtung einer Reformgruppe zur
Effizienzsteigerung und Systemoptimierung innerhalb der
Wirtschaftskammer“ ein. Diese Reformgruppe soll laufend überprüfen,
ob die Kammer kosteneffizient arbeitet, wo Strukturen vereinfacht
werden können und welche Modernisierungsschritte notwendig sind.
Dazu gehören:
– jährliche Evaluierung der Strukturen hinsichtlich Kosten, Nutzen
und Effizienz
– konkrete Vorschläge zu Einsparungen und Vereinfachungen
– jährliche Berichtspflicht mit klaren Ergebnissen
– Best-Practice-Vergleiche zwischen den Landesorganisationen
– Einsparungen durch Straffung bestehender Strukturen – kein Weiter-
wie-bisher, keine neuen Mittel, keine neuen Stellen
Deutlichen Rückenwind für diese Reformrichtung liefert die
Petition „Pflichtmitgliedschaft beenden – Kammer reformieren“, die
seit 18. November läuft. Gefordert werden eine grundlegende
Strukturreform, die Abschaffung der Pflichtmitgliedschaft und ein
Wachstumsfonds aus Kammerrücklagen, um Innovation, Lehrlinge und
Betriebe zu stärken. Bereits mehrere tausend Unternehmer haben
unterschrieben – ein eindeutiges Signal!
FW-Generalsekretär Reinhard Langthaler abschließend: „Morgen wird
sichtbar, wie ernst es der Mehrheitsfraktion und der Präsidentin mit
echten Reformen ist. Die Kammer darf sich nicht länger in
parteipolitischen Eigeninteressen verlieren. Sie muss wieder zu einem
Sprachrohr der Unternehmer werden! Unsere Aufgabe ist klar: Den
Status quo offenlegen, laufend bessere Lösungen erarbeiten und die
Strukturen so reformieren, dass aus einer schwerfälligen Organisation
ein zukunftsfittes Haus für alle Unternehmer wird. Genau das erwarten
die Menschen, die diese Kammer finanzieren.“