Bonn (OTS) – Nach dem Erdbebenim Osten Afghanistans steigt die Zahl
der Toten und
Verletzten weiter an. Bislang sind rund 900 Tote und mehr als 3.000
Verletzte offiziell bestätigt worden. Viele Dörfer in den gebirgigen
und schwer zugänglichen Provinzen sind noch immer von der Außenwelt
abgeschnitten. Die Welthungerhilfe bereitet gemeinsam mit
Partnerorganisationen die Verteilung von winterfesten Zelten und
anderen benötigten Hilfsgütern vor. Dafür werden 100.000 Euro aus
einem Nothilfefonds bereitgestellt.
„Die Familien brauchen jetzt winterfeste Zelte, denn vor dem
Winter lassen sich die zerstörten Häuser nicht wieder aufbauen. Die
Straßen und Wege sind vielerorts zerstört, sodass nur wenig
Baumaterial transportiert werden kann. Das Erdbeben verstärkt die
ohnehin schwierige humanitäre Lage in Afghanistan. Das Land leidet
seit vier Jahren unter immer wiederkehrenden Dürren infolge des
Klimawandels. Hinzu kommen knapp zwei Millionen Rückkehrer, die seit
Beginn des Jahres aus den Nachbarländern Pakistan und Iran
abgeschoben worden sind und meist ohne Unterkunft und
Existenzgrundlage dastehen. Gleichzeitig geht die internationale
Unterstützung für Afghanistan zurück“, beschreibt Elke Gottschalk als
zuständige Regionaldirektorin die schwierige Lage des Landes.
Die Welthungerhilfe bittet dringend um Spenden für die Opfer des
Erdbebens unter dem Stichwort: Erdbeben Afghanistan
Elke Gottschalk, Regionalkoordinatorin, steht für Interviews zur
Verfügung.
Weitere Informationen finden Sie unter
www.welthungerhilfe.de/presse