Neue Studie zu Extremhitze: PVÖ fordert altersgerechten Hitzeschutz

Wien (OTS) – Der Pensionistenverband Österreichs (PVÖ) sieht sich
durch eine neue
Studie in The Lancet Planetary Health in seinen Forderungen nach
besserem Hitzeschutz für ältere Menschen bestätigt. Die Untersuchung
zeigt: Die Gefahren extremer Hitze für Menschen über 60 wurden bisher
deutlich unterschätzt. „Die Wissenschaft bestätigt, wovor wir seit
Wochen warnen: Ältere Menschen brauchen besonderen Schutz.
Hitzeschutz darf sich nicht daran orientieren, was junge, gesunde
Menschen verkraften, sondern muss die besonders Gefährdeten in den
Mittelpunkt stellen“, fordert Birgit Gerstorfer, Präsidentin des
Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ). ****

Ältere Menschen deutlich stärker gefährdet

Frühere Untersuchungen zur Belastbarkeit bei Hitze und hoher
Luftfeuchtigkeit wurden überwiegend mit jungen, gesunden Erwachsenen
durchgeführt. Bei älteren Menschen ist die Fähigkeit des Körpers zur
Kühlung jedoch eingeschränkt, gleichzeitig treten häufiger
Vorerkrankungen auf.

Laut Studie könnten bereits bei einer globalen Erwärmung um 1,5
Grad rund 22 Prozent der über 60-Jährigen weltweit jedes Jahr
mindestens einen Monat gesundheitsgefährdender Hitze ausgesetzt sein.

395 hitzeassoziierte Todesfälle im Juni

Wie akut die Gefahr bereits in Österreich ist, zeigen aktuelle
Zahlen der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES):
Für Juni 2026 werden rund 395 hitzeassoziierte Todesfälle geschätzt.

„395 Todesfälle in einem einzigen Monat sind ein dringender
Auftrag an die Politik. Wir brauchen nicht noch mehr unverbindliche
Empfehlungen, sondern wirksamen und verlässlichen Schutz“, so
Gerstorfer.

PVÖ fordert verbindliche Maßnahmen

Der PVÖ fordert seit Wochen verbindliche Hitzeaktionspläne in
Städten und Gemeinden, österreichweit einheitliche
Hitzeschutzstandards für Alten- und Pflegeheime sowie eine Offensive
für klimafitte Wohnungen. Dazu kommen mehr kühle öffentliche Räume,
Trinkwasserstellen und gezielte Unterstützung für alleinlebende,
chronisch kranke und pflegebedürftige ältere Menschen.

„Hitze ist für viele ältere Menschen keine Frage des Komforts,
sondern eine konkrete Gesundheitsgefahr. Österreich muss seine
Schutzmaßnahmen konsequent an den Bedürfnissen älterer Menschen
ausrichten“, so Gerstorfer abschließend.