NEOS zu Social-Media-Altersgrenze: Kinderschutz und Datenschutz

Wien (OTS) – „Mit der Altersgrenze von 14 Jahren für soziale
Netzwerke setzen wir
eine klare Schutzmaßnahme für Kinder und Jugendliche in einer
digitalen Welt, in der sie viel zu oft mit Cybermobbing, Hassrede und
verstörenden Gewaltinhalten konfrontiert sind“, sagt NEOS-Datenschutz
– und Digitalisierungssprecherin Ines Holzegger. „Gleichzeitig war es
uns NEOS enorm wichtig, dass mit der Einführung einer Altersgrenze
keine Klarnamenpflicht durch die Hintertür kommt. Das haben wir in
den Verhandlungen erfolgreich verhindert.“

Zur konkreten technischen Umsetzung der Altersgrenze würden nun
gemeinsam mit Expertinnen und Experten Lösungen erarbeitet, so
Holzegger, die betont: „Langfristig braucht es jedenfalls eine
gemeinsame europäische Lösung und ein EU-weites Mindestalter für
Social-Media-Plattformen, weil digitale Regeln dort am wirksamsten
sind, wo sie grenzüberschreitend und einheitlich gelten.“

Dabei sei es wichtig, Kinder und Jugendliche nicht einfach von
der digitalen Welt abzukapseln, sagt Holzegger. „Wir NEOS haben immer
klar gesagt, dass eine Altersgrenze für Social Media nur dann
sinnvoll ist, wenn wir Kindern und Jugendlichen gleichzeitig mehr
Medienkompetenz beibringen. Kein Kind wacht an seinem 14. Geburtstag
plötzlich mit perfekter Medienkompetenz auf. Wenn wir wollen, dass
junge Menschen soziale Medien kritisch, reflektiert und
selbstbestimmt nutzen, dann müssen wir ihnen diese Fähigkeiten auch
vermitteln. Genau deshalb ist so wichtig, dass uns mit der Einigung
auf die Altersgrenze auch die Einigung auf eine Lehrplanreform mit
dem neuen Schulfach ,Medien und Demokratie’ gelungen ist, in dem auch
genau diese Medienkompetenz vermittelt wird. Damit passen wir den
Unterricht endlich an jene Welt an, in der Kinder und Jugendliche
heute aufwachsen.“