„Thema“ am 24. November: Vergewaltigung unter Betäubung – Pelicot-Fall in Österreich

Wien (OTS) – Christoph Feurstein präsentiert in „Thema“ am Montag,
dem 24.
November 2025, um 21.20 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON folgende
Beiträge:

Vergewaltigung unter Betäubung – Pelicot-Fall in Österreich

Ein Mann aus Bruck an der Leitha soll seine Ehefrau ohne ihr
Wissen mit Drogen bewusstlos gemacht und vergewaltigt haben. Der
mutmaßliche Täter wurde vor dem Landesgericht Korneuburg noch nicht
rechtskräftig zu sieben Jahren Haft verurteilt. Der Fall erinnert an
Gisèle Pelicot in Frankreich. Zwei deutsche Journalistinnen der
STRG_F-Redaktion des NDR in Hamburg haben zwei Jahre lang inkognito
auf Online-Plattformen recherchiert. Sie haben aufgedeckt, dass
Pelicot kein Einzelfall, sondern geplantes Vorgehen eines ganzen
Netzwerkes von Usern ist. Männer haben Betäubungen und
Vergewaltigungen ihrer Partnerinnen und Ehefrauen sowie Foto- und
Videomaterial von den Taten selbst im Internet sichtbar gemacht. „Ich
wurde wie ein billiges Stück Fleisch von meinem eigenen Ehemann zur
Schau gestellt“, berichtet ein Opfer. Andrea Poschmaier hat für
„Thema“ recherchiert.

Die Programmansagerinnen von damals – Eva Maria Klinger und Chris
Lohner

Sie sind Ikonen des österreichischen Fernsehens der 1960er und
1970er Jahre. Eva Maria Klinger beginnt 1967, nachdem sie einen
Wettbewerb gewonnen hat, als Programmansagerin im ORF. Über Nacht
wird sie in ganz Österreich bekannt. „Damals gab es nur
Sekretärinnen, Maskenbildnerinnen und uns, die Sprechpuppen. Ich habe
lange darum gekämpft, mir die drei Sätze für jede Sendung selbst
schreiben zu dürfen“, sagt die heute 81-jährige promovierte
Theaterwissenschafterin, die später als Kulturredakteurin Karriere
machte. „Es kam vor, dass einem jemand auf den Hintern geklopft hat,
dann hab ich den auch geklopft. Ich habe mir nichts gefallen lassen“,
so Chris Lohner im „Thema“-Interview. Eva Kordesch hat die beiden
Frauen getroffen, mit ihnen über die Welt von damals gesprochen und
sie gefragt, welchen Rat sie jungen Frauen von heute mitgeben würden.

Die Bewohner:innen von Blatten in der Schweiz nach dem Bergsturz

„Ich hatte das Gefühl, jetzt ist alles weg“, sagt Karin Ritler,
ehemalige Bewohnerin von Blatten, „ich habe tagelang geweint“. Lukas
Kalbermatten hat sein 75 Jahre altes Hotel verloren. Er sagt: „Ich
war mein ganzes Leben in diesem Haus. Was mich mit diesem Haus
verbindet, das kann man nicht wieder herstellen.“ Am 28. Mai hat ein
gigantischer Bergsturz fast das gesamte Schweizer Dorf Blatten unter
einer meterdicken Schicht aus Steinen, Schlamm und Gletschereis
begraben. Die 300 Bewohnerinnen und Bewohner konnten alle – bis auf
einen – rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Nun soll Blatten
in wenigen Jahren wieder aufgebaut werden. Viele wollen wieder
zurück, aber nicht alle. Wie soll das Heimatgefühl bewahrt werden,
wenn das Dorf zerstört ist? Eine Reportage von Marion Flatz-Mäser.