Wien (OTS) – Als „bedenklich und fast schon absurd“ bezeichnet Wiens
Klimastadtrat
Jürgen Czernohorszky das im Raum stehende Ende der Weltklimakonferenz
ohne starken Fahrplan für ein Aus fossiler Brennstoffe: „Ein
Abschluss der COP ohne Fahrplan wäre ein großer Rückschritt für die
Bekämpfung der Klimakrise und ein Schlag ins Gesicht für alle Länder,
die besonders von ihr betroffen sind.“, kommentiert Czernohorszky.
Zwtl.: Czernohorszky: „Ein Ziel ohne Frist ist kein Ziel“
Das Zustandekommen eines gemeinsamen Fahrplans drohe derzeit
daran zu scheitern, dass mehrere Staaten das bereits vor zwei Jahren
vereinbarte Ziel eines Ausstiegs aus fossilen Brennstoffen mit ihren
Forderungen verwässern und stark schwächen würden. Die Forderung,
beim Ausstieg aus fossilen Brennstoffen „niemandem etwas
vorzuschreiben“ sowie „keine Frist für den Ausstieg“ festzulegen,
führe laut Czernohorszky das gesamte Ziel ad absurdum: „Ein Ziel ohne
Frist ist kein Ziel.“
Auch wenn die Chancen derzeit schlecht stünden, bestehe dennoch
die Hoffnung, dass die den Fahrplan ablehnenden Staaten umschwenken.
Ergebnis der COP30 müsse jedenfalls ein Fahrplan sein, mit dem die
Weltgemeinschaft „die Klimakrise gezielt bekämpfen kann und nicht
weiter befeuert“, schließt Czernohorszky.