Medizinische Innovationen als gesellschaftlicher Gewinn

Wien (OTS) – Viel zu oft werden medizinische Innovationen im
österreichischen
Gesundheitswesen einzig als Kostenfaktor gesehen. Ihr weitreichender
Nutzen bleibt dabei häufig ausgeblendet. Eine heute vorgestellte
Studie des Instituts für Höhere Studien (IHS) zeigt am Beispiel einer
modernen Brustkrebstherapie, wie medizinische Innovationen nicht nur
die Gesundheit von Patientinnen verbessern, sondern auch langfristige
Belastungen für das Gesundheitssystem und die Volkswirtschaft
deutlich verringern können.

„Die Ergebnisse zeigen eindrucksvoll, welchen Nutzen medizinische
Innovationen für Patientinnen und Patienten sowie für die gesamte
Gesellschaft bringen können“, erklärt Alexander Herzog,
Generalsekretär der PHARMIG. Moderne Therapien tragen nicht nur dazu
bei, die Lebensqualität zu verbessern, sondern auch,
volkswirtschaftliche Belastungen zu verringern. Damit generieren sie
einen gesamtgesellschaftlichen Mehrwert.

Weiters ergänzt Herzog: „Wie die Studie anhand einer bestimmten
Indikation nachweist, können Innovationen dazu beitragen, Ausgaben im
Gesundheitswesen zu senken, etwa durch kürzere Krankenhausaufenthalte
oder einen geringeren Pflegebedarf für Angehörige. Auch Krankenstände
lassen sich verkürzen oder ganz vermeiden. Diesen wertvollen Nutzen
sollte man stets vor Augen haben, wenn über medizinische Innovationen
diskutiert wird, speziell wenn es um deren Preis geht. Denn dieser
sollte dies alles ins Kalkül ziehen. Dann relativieren sich Kosten,
die durch hoch innovative Produkte anfallen, sehr rasch.“

Doch nicht nur die neuen Medikamente leisten einen bedeutenden
Beitrag zur medizinischen Versorgung und zur wirtschaftlichen
Entwicklung in Österreich. Genauso tut es auch der Forschungsprozess,
während dessen ein neues Produkt entwickelt wird, konkret etwa im
Zuge der klinischen Forschung. Die pharmazeutische Industrie
investiert kontinuierlich in klinische Prüfungen, und diese
Investitionen zeigen Wirkung: Jeder Euro, der in klinische Studien
fließt, generiert 1,95 Euro für die österreichische Volkswirtschaft.
Zudem werden jährlich rund 2.021 Vollzeitäquivalente geschaffen oder
gesichert, was einem Beschäftigungsmultiplikator von 1,66 entspricht.

Die jährliche Wertschöpfung aus von der pharmazeutischen
Industrie gesponserten klinischen Prüfungen beläuft sich auf 144,2
Millionen Euro. Zusätzlich entsteht ein medizinischer Behandlungswert
von rund 100 Millionen Euro, etwa durch kostenfreie Prüfmedikation,
Diagnostik und Therapie. Das entspricht einem Anteil von 0,3 Prozent
der laufenden Gesundheitsausgaben.

„Diese Zahlen belegen, dass Investitionen in Forschung und
Entwicklung nicht nur medizinisch sinnvoll, sondern auch ökonomisch
nachhaltig sind. Sie stärken den Standort Österreich und schaffen
Perspektiven für Patientinnen und Patienten“, so Alexander Herzog
abschließend.

Über die PHARMIG: Die PHARMIG ist die freiwillige
Interessenvertretung der österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit
hat der Verband ca. 120 Mitglieder (Stand September 2025), die den
Medikamenten-Markt zu gut 95 Prozent abdecken. Die PHARMIG und ihre
Mitgliedsfirmen stehen für eine bestmögliche Versorgungssicherheit
mit Arzneimitteln im Gesundheitswesen und sichern durch Qualität und
Innovation den gesellschaftlichen und medizinischen Fortschritt.