Wien (OTS) – Pünktlich zu Schulbeginn startet am kommenden Montag die
neue
Straßenbahnlinie 12! Wie geplant, fährt die Linie 12 inklusive 2,2 km
Neubaustrecke ab dem 1. September von der U6 Josefstädter Straße über
den Franz-Josefs-Bahnhof zur U4 Friedensbrücke, U6 Jägerstraße und
Dresdner Straße, weiter zur S-Bahn-Station Traisengasse über das
Nordbahnviertel zur U1 Vorgartenstraße bis zur Hillerstraße. Der 12er
verbindet dabei gleich vier Wiener Bezirke (8., 9., 20., 2.,) und
bietet an fünf Haltestellen Umsteigemöglichkeiten zu den U-Bahn-
Linien U1, U4 oder U6 sowie bei zwei Haltestellen Anbindung zur S-
Bahn. Zukünftig ist der 12er beim Arne-Karlsson-Park im neunten
Bezirk auch an die U5 angebunden. Bei der heutigen Premierenfahrt im
zweiten Bezirk präsentierten Planungs- und Mobilitätsstadträtin Ulli
Sima, Monika Unterholzner, stellvertretende Generaldirektorin der
Wiener Stadtwerke und Wiener Linien-Geschäftsführerin Alexandra
Reinagl, die Bezirksvorsteher*innen aus dem 2. und 20. Bezirk sowie
NEOS-Mobilitätssprecherin Angelika Pipal-Leixner die erfolgreiche
Erweiterung des Öffi-Netzes.
„Ich freu mich sehr, dass wir heute die erste von insgesamt drei
neuen Straßenbahnlinien auf die Reise schicken können. Mit dem 12er
haben wir pünktlich zu Schulbeginn eine hochrangige neue Öffi-
Verbindung mit insgesamt 7,2 Kilometern Länge im Netz. Die
Umgestaltung entlang der Neubaustrecke ist dabei ein Herzstück des
Projekts. Auf 2,2 Kilometern wurden im zweiten Bezirk nicht nur
Schienen verlegt, sondern auch ganz nach unserem Motto „Raus aus dem
Asphalt“ 100 neue Bäume gepflanzt und ein 230 Meter langes Grüngleis
gebaut. Besonders freut mich auch, dass wir mit der neuen Linie 12
nicht nur in den öffentlichen Verkehr, sondern mit über 2.000 Meter
neuen Radwegen im Viertel auch in eine moderne und sichere
Radinfrastruktur investiert haben“, so Planungs- und
Mobilitätsstadträtin Ulli Sima.
Die Linie 12 verbindet somit klimafitte Stadtplanung mit
umweltfreundlicher Mobilität und bringt noch mehr Lebensqualität ins
Grätzel. Rund 250.000 Anrainer*innen entlang der gesamten Strecke
profitieren ab Montag von der leistungsstarken Öffi-Anbindung, die
Arbeitsplätze, Schulen und Einkaufsmöglichkeiten noch besser
öffentlich erreichbar macht und für kürzere Fahrzeiten sorgt. Monika
Unterholzner, stellvertretende Generaldirektorin der Wiener
Stadtwerke ergänzt: „Die Linie 12 steht für die Mobilitätswende in
Wien. Sie zeigt, wie wir als Wiener Stadtwerke gemeinsam mit der
Stadt Wien zukunftsweisende Infrastrukturprojekte für ein
klimafreundliches Wien realisieren und wie gut die Kooperation mit
den Bezirken und städtischen Dienststellen funktioniert. Der 2. und
20. Bezirk sind in den vergangenen Jahren stark gewachsen, und es ist
schön zu sehen wie stark das Bewusstsein und der Umsetzungswille in
beiden Bezirken sind, den öffentlichen Verkehr entsprechend
anzupassen.“
„Modernisierung und Ausbau sind wichtige Eckpfeiler für ein
attraktives Öffi-Netz, das die Menschen in der Stadt und alle
Besucher*innen gerne und regelmäßig nutzen. Dafür arbeiten wir bei
den Wiener Linien täglich mit vollem Einsatz. Die Linie 12 ist eine
wichtige neue Querverbindung durch vier Bezirke und bietet zahlreiche
Umsteigemöglichkeiten zu U-Bahnen, S-Bahnen, Straßenbahnen und
Bussen. Sie bringt spürbare Fahrzeitverkürzungen für die Fahrgäste.
Wir freuen uns sehr, ab 1. September täglich rund 16.000 Fahrgäste
auf der Linie 12 begrüßen zu dürfen“, informiert Alexandra Reinagl,
Vorsitzende der Geschäftsführung der Wiener Linien. So verkürzt sich
mit der neuen Linie 12 die Fahrt vom Nordbahnviertel zur U6 Dresdner
Straße von rund 10 –14 Minuten auf sieben Minuten, ins Donauzentrum
geht es künftig in elf statt bisher 18 Minuten. Zu den
Hauptverkehrszeiten ist sie ca. im 8-Minuten-Takt unterwegs. Von
insgesamt 25 Haltestellen entlang der gesamten Linie 12 wurden 2.
Bezirk fünf Haltestellen neu errichtet. Dafür hat die Linie 12 ab
Taborstraße eine 2,2 Kilometer lange Neubaustrecke bis zur
Hillerstraße bekommen, die restliche Strecke fährt sie auf
bestehenden Gleisen.
Zwtl.: Raus aus dem Asphalt & hinein in die klimafitte Neugestaltung
Die Linie 12 leistet einen wichtigen Beitrag zu den Klimazielen
der Stadt Wien. Durch die Verlagerung von PKW-Fahrten auf Öffis
können jährlich bis zu 650 Tonnen CO₂ eingespart werden. Gleichzeitig
wurde die Oberfläche entlang der Neubaustrecke umfassend
neugestaltet: 100 neu gepflanzte Bäume im 2. Bezirk sorgen für
Kühlung und Schatten an heißen Sommertagen. Im Streckenabschnitt
Haussteinstraße bis Walcherstraße fährt die Linie 12 auf rund 230
Metern über ein Grüngleis, ein Plus für das Mikroklima.
„Ich freue mich sehr, dass die erste unserer drei neuen
Straßenbahnlinien mit Schulbeginn in Betrieb geht. Dank der neuen
Straßenbahnlinie 12, die vier Bezirke querverbindet, werden wiederum
mehr Wienerinnen und Wiener für sich feststellen, dass man in Wien
kein Auto braucht, um mobil zu sein. Begleitende neue Radwege, Bäume
und Grüngleise machen das Radfahren und Zu-Fuß-Gehen entlang der
Strecke sicherer und angenehmer. Für gesunde und klimafreundliche
Mobilität“, so Neos Wien Mobilitätssprecherin Angelika Pipal-Leixner.
Zwtl.: Neue Radwege im Nordbahnviertel
Auch das Radwegenetz wird im neuen Stadtentwicklungsgebiet
Nordbahnviertel ausgebaut. „Über 2.000 Meter neue Radinfrastruktur
sorgen künftig für mehr Platz, Qualität und Sicherheit für
Radfahrende“, erklärt Planungs- und Mobilitätsstadträtin Ulli Sima.
Im Zuge der Arbeiten an der neuen Straßenbahnlinie 12 wurde entlang
der Taborstraße von der Nordbahnstraße bis zur Vorgartenstraße ein
525 Meter langer, baulich getrennter Zwei-Richtungs-Radweg errichtet.
Gleich mehrere Projekte aus der großen Radwegoffensive der Stadt
Wien im Nordbahnviertel sind schon fertiggestellt oder befinden sich
in Bau: Der 445 Meter lange Zwei-Richtungs-Radweg in der
Nordbahnstraße (von Am Tabor bis Taborstraße) wurde bereits
errichtet. Ein neuer, 270 Meter langer und baulich getrennter Ein-
Richtungs-Radweg Am Tabor (von Bruno-Marek-Allee bis Nordbahnstraße)
wird bald fertiggestellt. Und auf der westlichen Straßenseite der
Bruno-Marek-Allee, zwischen Am Tabor und der Taborstraße, entstehen
über 400 Meter neue Radinfrastruktur.
Die Verbindung zwischen Nordbahnviertel und dem Radhighway Nord
ist mit einer neuen, rund 800 Meter langen Radinfrastruktur in der
Vorgartenstraße (von Taborstraße bis Lassallestraße) bereits
vorhanden. Damit gelangen die Bewohner*innen aus dem
Stadtentwicklungsgebiet mit dem Rad direkt auf Wiens 1. Mega-
Radhighway. Die Durchfahrt durch das Nordbahnviertel wird künftig
ausschließlich für die Straßenbahn und Radfahrer*innen möglich sein.
Das sorgt für mehr Sicherheit und Lebensqualität in einem der
dynamischsten Stadtteile Wiens.
Zwtl.: Bessere öffentliche Anbindung für 25.000 Bewohner*innen im
Nordbahnviertel
Mit der Inbetriebnahme der Linie 12 wird das Wiener Öffi-Netz
erweitert und leistungsfähiger: So wird etwa das Nordbahnviertel bei
der neuen Doppelhaltestelle Bruno-Marek-Allee, mit Anbindung an die
Linie O, und der Haltestelle Haussteinstraße noch besser öffentlich
angebunden. Die Bewohner*innen können nun direkt mit der neuen Linie
12 zur U1, U4, U6, S-Bahn oder anderen Straßenbahnlinien sowie Bussen
gelangen. Davon profitieren auch die zahlreichen neuen Anrainer*
innen, die seit Baustart der Linie 12 im Sommer 2024 ins
Nordbahnviertel gezogen sind, insgesamt wohnen dort aktuell ca.
22.700 Menschen. Rund 1.000 Wohnung für weitere 2.300 Bewohner*innen
werden noch errichtet – im Endausbau werden hier 25.000 Menschen
leben und von der Linie 12 profitieren.
Zwtl.: 11A und 11B: Buslinie 11B wird in den Fahrplan der Linie 11A
integriert
Auch der Busverkehr im 2. Bezirk wird ab dem Start der Linie 12
angepasst: Ab Montag, dem 1. September, werden die Fahrten der Linie
11B in den Fahrplan der Linie 11A integriert. Der 11A bekommt somit
von Montag bis Samstag Verstärkerbusse im zentralen Abschnitt.
Aufgrund der Neugestaltung des Straßenraumes werden diese Busse
verlängert und fahren von Friedrich-Engels-Platz bis Elderschplatz.
Damit entfällt für Fahrgäste der Blick auf zwei verschiedene
Fahrpläne, um zu wissen, wann der nächste Bus kommt.
„Mit dem Startbetrieb der neuen Straßenbahnlinie 12 erfährt die
Leopoldstadt eine wichtige Aufwertung: Unsere Grätzel werden besser
mit dem Nordbahnviertel und der ganzen Stadt verbunden, die Nutzung
öffentlicher Verkehrsmittel wird gefördert und gerade für Schulkinder
entsteht eine sichere, direkte Verbindung. Damit schaffen wir eine
spürbare Entlastung auf den Hauptverkehrsachsen und eine Steigerung
der Lebensqualität“, so Alexander Nikolai, Bezirksvorsteher des 2.
Bezirks.
Christine Dubravac-Widholm, Bezirksvorsteherin des 20.Bezirks
ergänzt: „Bei der Linie 12 geht es ja nicht „nur“ um eine neue
Straßenbahn. Wer genau hinschaut, erkennt rasch, dass rund um die
aktuelle Streckenführung eine Vielzahl an Maßnahmen gesetzt wurden,
die das „Öffi-Leben“ noch attraktiver machen. Begrünung, Radwege und
noch einiges mehr machen den 12er zu einer „Lebenslinie“. Daher freue
ich mich schon auf den Endausbau im 20. Bezirk. Hier ist insbesondere
die Versorgung des künftigen Nordwestbahnhofs ein großes Thema. Aber
schon jetzt kann man von einer weiteren Verbesserung des Öffentlichen
-Personen-Nahverkehrs sprechen. In der Brigittenau besteht schon
jetzt ein hervorragendes Netz, der 12er wird in der Brigittenau die
Öffi-Verbindungen auf ein neues verkehrstechnisches Niveau heben.“