Schock auf der Jagdmesse: Illegale Fallen und Bärenabschüsse im Angebot!

Redaktion

Ein Skandal erschüttert die Jagdmesse in Salzburg

Am 20. Februar 2026 wurde die Jagdmesse „Hohe Jagd“ in Salzburg zum Schauplatz eines Aufschreis, der weit über die Grenzen Österreichs hinaus für Entsetzen sorgte. Was Besucher auf den ersten Blick als harmlose Präsentation von Jagdausrüstung und -reisen wahrnahmen, entpuppte sich als Plattform für illegalen Handel mit tierquälerischen Geräten und fragwürdigen Jagdangeboten. Die Messe, die jährlich Tausende von Jagdbegeisterten anzieht, geriet ins Kreuzfeuer der Kritik, als bekannt wurde, dass dort illegale Tellereisenfallen und Abschüsse geschützter Tierarten wie Bären und Luchse angeboten wurden.

Illegale Tellereisen: Eine grausame Falle aus der Vergangenheit

Tellereisenfallen, die seit mehr als 30 Jahren in der EU und in Österreich verboten sind, wurden auf der Messe offen zum Verkauf angeboten. Diese grausamen Geräte, die einst zur Jagd auf Pelztiere eingesetzt wurden, fangen ihre Beute, indem sie deren Beine zwischen zwei metallenen Bügeln einklemmen. Die gefangenen Tiere sind oft stunden- oder tagelang in Todesangst gefangen, bevor sie erlöst werden – oder sie beißen sich vor Verzweiflung selbst ein Bein ab, um zu entkommen. Der Verkauf solcher Fallen ist nicht nur illegal, sondern auch ein Rückschritt in eine längst vergangene Zeit, in der das Leid der Tiere keine Beachtung fand.

Jagd auf geschützte Arten: Ein teures Hobby

Neben den Tellereisen wurden auch Jagdreisen angeboten, bei denen für hohe Summen geschützte Tierarten gejagt werden können. Ein Elefant kostet satte 68.000 Euro. Doch selbst Bären in Kroatien und Luchse, die streng geschützt sind, wurden zum Abschuss angeboten. Diese Praktiken, die während der Messe unter dem Einfluss von reichlich Alkohol verhandelt wurden, zeigen eine erschreckende Missachtung für den Artenschutz und das Tierwohl.

Proteste gegen die Jagdmesse

Gegen diese Praktiken protestierten am 19. Februar 2026 die Tierschutzvereine RespekTiere und VGT vor dem Messegelände in Salzburg. Die Demonstranten forderten ein Ende der Tierquälerei und einen respektvolleren Umgang mit der Natur. Dabei erhielten sie auch Unterstützung von einigen Messebesuchern. Ein Jäger erklärte, dass 90-95 % aller Jäger „zum Vergessen“ seien und zeigte sich selbstkritisch gegenüber der eigenen Zunft.

Andere Jäger meinten, sie würden keine weiblichen Rehe schießen, da diese ihnen leid täten. Füchse, so sagten einige, sollten ebenfalls verschont bleiben. Diese Äußerungen stehen im krassen Gegensatz zu den Praktiken, die auf der Messe zur Schau gestellt wurden.

Stimmen aus der Jägerschaft

Die Reaktionen innerhalb der Jägerschaft waren gemischt. Während einige Jäger den Tierschützern zustimmten, zeigten andere nur Verachtung für deren Anliegen. Die VGT-Obperson DDr. Martin Balluch äußerte sich besorgt über die Entwicklungen in der Jägerschaft: „Ich war schon oft auf dieser Messe und leider scheint es sich nicht zum Besseren zu entwickeln. Immer noch dominieren Jagdreisen in ferne Länder das Angebot, immer noch gibt es kein Anzeichen, dass die Jagd eines Tages nur mehr nach Kriterien der Ökologie und des Tierschutzes betrieben werden wird.“

Historische Hintergründe und politische Zusammenhänge

Die Jagd hat in Österreich eine lange Tradition und ist tief in der Kultur verwurzelt. Doch mit der fortschreitenden Urbanisierung und dem wachsenden Bewusstsein für den Tierschutz haben sich die Ansichten über die Jagd verändert. Während früher die Jagd als notwendiges Mittel zur Kontrolle der Wildbestände angesehen wurde, wird sie heute oft kritisch hinterfragt.

Die EU hat strikte Regeln zum Schutz der Tierwelt erlassen, die von allen Mitgliedsstaaten eingehalten werden müssen. Dazu gehört auch das Verbot von Tellereisenfallen. Das Ignorieren dieser Regeln auf einer Messe wie der „Hohe Jagd“ wirft Fragen über die Durchsetzung dieser Gesetze auf und zeigt, dass es noch viel Aufklärungsarbeit bedarf.

Vergleich mit anderen Bundesländern

In anderen österreichischen Bundesländern werden ebenfalls Jagdmessen abgehalten, doch derartige Skandale sind dort seltener. In der Steiermark beispielsweise liegt der Schwerpunkt mehr auf nachhaltiger Jagd und der Erhaltung der Biodiversität. Diese Unterschiede zeigen, dass es innerhalb der österreichischen Jägerschaft unterschiedliche Ansätze gibt, die Jagd zu betreiben.

Konkrete Auswirkungen auf die Bürger

Für die Bürger bedeutet dieser Skandal nicht nur eine Auseinandersetzung mit moralischen Fragen, sondern auch mit der Frage, wie viel Einfluss Lobbygruppen auf politische Entscheidungen haben. Die Tatsache, dass solche Praktiken auf einer öffentlichen Messe möglich sind, zeigt, dass die Kontrolle durch die Behörden möglicherweise unzureichend ist.

Ein fiktives Expertenzitat

Dr. Eva Grünwald, eine fiktive Expertin für Umweltrecht, kommentiert: „Die Jagdmesse in Salzburg ist ein erschreckendes Beispiel dafür, wie weit manche Menschen bereit sind zu gehen, um ihre Hobbys auszuleben. Es zeigt auch, dass wir als Gesellschaft mehr Druck auf die Politik ausüben müssen, um solche Praktiken zu unterbinden.“

Zukunftsausblick

Die Zukunft der Jagd in Österreich wird stark von der öffentlichen Meinung und den gesetzlichen Rahmenbedingungen abhängen. Es ist zu erwarten, dass der Druck auf die Jagdindustrie zunehmen wird, nachhaltigere und ethischere Praktiken zu entwickeln. Die Aufklärung der Bevölkerung und die Sensibilisierung für den Tierschutz werden dabei eine entscheidende Rolle spielen.

In einer Welt, die zunehmend von Umweltbewusstsein geprägt ist, wird die Jagdindustrie gezwungen sein, sich anzupassen, um ihre Existenz zu sichern. Der Skandal auf der Jagdmesse in Salzburg könnte dabei als Weckruf dienen, der die notwendigen Veränderungen beschleunigt.